wasserARTig – like water

#865 wasserartig, hier im KV Nümbrecht 2016, Acryl auf Holz / Acrylic on wood

wasserARTIG

Ein Bezirk des BBK (Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler) hat eine Auswahl an Künstlern und Werken für eine Ausstellung im Industriemuseum Wendener Hütte zusammengestellt. Die Szenerie ist wunderschön und über die Atmosphäre der gut erhaltenen Hüttenanlage hinaus lieben die Besucher auch  den Gang um den angelegten Teich, der zur Wasserversorgung von Öfen und Hammerwerken angelegt worden ist.

Das Wasser ist auch Thema der Ausstellung und ich freue mich, dass u.a. meine Arbeit “Wie Wasser” hier einen guten Ort gefunden hat. Sie ist typisch für Dinge, die mich in den letzten Jahren beschäftigt haben, für Entdeckungen, die Anfang und Ergebnis gleicherweise sind.

Zuerst einmal besteht es aus fünf Tafeln, die in deutlicher Distanz zueinander positioniert sind. Genau genommen ist es sogar exakt die Höhe der Elemente, so dass eine formale Beziehung entsteht. Zum zweiten findet sich das Element der Dynamik, die das Auge des Betrachters auf eine Reise schickt. Sie bindet die Tafeln trotz ihrer Abstände  zusammen zu einem Ganzen und beschäftigt das Auge für eine ganze Weile: Das Ganze ist nicht zu schwer, um es zu akzeptieren, aber man erreicht nicht so leicht den Punkt, an dem man meint, alles gesehen zu haben und wolle nun weiter zum nächsten interessanten Objekt gehen.

 

Farben und Formen haben sich aus spontanen Entscheidungen ergeben, wahrscheinlich davon beeinflusst, dass ich einen andersartigen Ansatz haben wollte, als bei den Gemälden, die davor entstanden waren.

 

 

 

 


Normalerweise setzte ich an diesem Punkt in meiner Malerei einige großflächige Farben und Strukturen, um einen Anfang zu haben, der eine anregenden Richtungsangabe für die Weiterarbeit liefert. Ich vergleiche den Prozess immer mit einem Trichter, der anfangs noch weit offen ist und sich dann immer weiter verengt, bis die Entscheidungen des Künstlers meist ganz sorgfältig und überlegt sein müssen, um die Arbeit zu einen guten Ergebnis zu führen. Hier hatte die Zusammenstellung von Blaugrün ergänzt mit Blau und Rotbraun für mich eine Assoziation von Wasserpflanzen ausgelöst, aber ohne , dass man eine genaue Vorstellung von einzelnen Objekten und Details hätte. Es blieb bei einem suggestiven Gesamteindruck, was der Sinnsuche des Besuchers zwar Anregungen, nicht aber die Festlegung liefern sollte.

In den zusätzlichen Detailaufnahmen sieht man, dass die Bildtafeln eigentlich hölzerne Quader darstellen, nicht nur einfach Leinwände. Ich mag die Vorstellung, dass die Malerei einen Raum für den Betrachter öffnet, in den er schaut. Aber hier entsteht gleichzeitig die unmissverständliche Aussage, dass es sich bei dem Werk um ein plastisches Objekt vor der Wand handelt. Bin ich mit meiner Seherfahrung nun vor der Wand oder hinter der Wand? Der Schwebezustand ist gut. Noch besser wird es, wenn man sich die Dimensionen bewusst macht. Die Arbeit ist über 3m breit und das hat Folgen für das Sehen: Man kommt gerne näher, will man doch gerne die Details sehen, tritt dann zurück, weil man den Gesamteindruck erfassen möchte. Der unterscheidet sich außerdem, je nachdem, ob man von links, von rechts oder frontal schaut. Es gibt also viel zu sehen und das Werk bringt den Betrachter buchstäblich in Bewegung.


Like Water 

A branch of the BBK (a corporation of German artists) has put up a selection of artists being represented with an exhibition at the industrial Museum Wendener Hütte. The setting is beautiful and besides the atmosphere of the well kept buildings people love walking around the impressive Pond. It has originally been built for the supply of water needed for the ovens and hammer mills.

Water is as well the topic of this exhibtion and I am glad I could provide my work “Like Water” here which has found a perfect place in the context of this exhibtion. The work ist typical for elements of my work which have come up over the last years, which have marked the beginnings and the results of my work at the same time.

First it consists of five panels which are set at a remarkable distance, actually the hight of the elements so there is a formal relationship. Second there ist the elements of movement, of a dynamic language sending the eye on a journey. It links the Panels together despite their distance and keeps eye and mind busy for a while: It is not too difficult to accept but not so easy to reach the point where you think you have seen everything and might move on the the next inetresting thing in your life.

Colours and forms have been spontaneous decisions, probably influenced by the impulse of using a different starting point than with the paintings I had recently finished. So the usual way for me ist at this point to leave some marks of paint large enough to have a sort of main structure which might give a direction for the decisions to follow. I always like it to a funnel being wide open at the beginning of the process and that narrowing down to points where decisions have to be made rather carefully until the work is finished. Here you can see some early stages where colours need some further look. In this case the turquoise green and some complementing blues end reddish browns added up to an impression of moving water plants. But it stayed on the level of an open association not a description limiting the meaning of the work.

In the photos giving details of the panels you will notice that the painting ist done actually on wooden boxes, not the usual canvasses. I like the idea, that a painting might look like a window opening into the fictional world of a painting. But here we have at the same time an unmistakable signal, that we are looking at a threedimensional object which is mounted on the wall. Again the interpreting mind is kept in balance of two meanings.

Moreover I have chosen to paint the sides of the boxes as well. I have been doing this for some years now and if there is enough space on the top, bottom and side surfaces it might remind us of looking into a sort of aquarium with lots of forms and colours inside. Given the size of the painting, it is 10.5 ft. wide and 2 ft. high, it it keeps the visitor moving wherever I show it: People come closer looking as the work offers lots of Detail. They step back to see more of it at once which is not easy.  And then they find out that it lookes different depending on if you are looking from the right, from the left or if you go for a front view. You see there is a lot on offer!

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