Alt Neu – Old New

Zurück von der Kunstbörse in Gummersbach war das Atelier erst einmal ziemlich vollgestopft und es brauchte einige Zeit, um alles wieder an Ort und Stelle zu verstauen. Aber es hat mir geholfen, einige Dinge besser zu organisieren als vorher, ein zusätzlicher Punkt, warum sich das Wochenende gelohnt hat. Ich konnte einige neue und spannende Kontakte zu Kunstliebhabern aufbauen, Kollegen wie auch Besucher. Nun bin ich gespannt auf das, was da kommen mag.Das Atelier in Ordnung bringen hieß auch, wieder ein paar Arbeiten zu hängen, wo Wandfläche frei war, und ich freute mich wieder über ein paar Leinwandarbeiten, die lange verpackt und verstaut vor meinem Blick verschwunden gewesen waren. Wie schön, wieder in die Atmosphäre und die Räume einzutauchen.

Acryl, Leinwand / Acrylic, canvas

Gespräche über einige meiner plastischen Objekte gaben mir den Anstoß, mir diesen Teil meiner Arbeiten och einmal genauer anzuschauen. Vor einiger Zeit hatte ich eine Anzahl von Objektkästen gemacht, in denen Karton-Objekte gezeigt waren. Sie waren in der Art einer Silhouettendarstellung von dreidimensionalen Objekten geschnitten. Ihre Komposition erreichte ein Stück Raumillusion, die aber gleichzeitig mit einer starken linearen Formkompositon verbunden war. Spannend!

Ihre Präsentation auf der Kunstbörse hatte die Aufmerksamkeit einiger Besucher auf sich gezogen und da die Arbeit in diesem Jahr sehr stark auf die Auseinandersetzung mit Grundstrukturen geprägt war, könnte dies ja gut in die aktuelle Entwicklung passen. Die Dinge entwickeln sich weiter.

Back from Gummersbach Artfair the studio was crammed again and it took some time to get everything back into place. Anyway, it has helped to get some things organized better than they have been before, another point that made the weekend worth preparing for. I could make some new and amazing contacts with art lovers, colleagues and visitors as well. Now I am looking forward to whatever is going to come.

Fixing the studio meant hanging some works again, too, where wall space was left and I enjoyed some items on canvas again which had been wrapped and shelved for some time. Nice to delve into this atmosphere and these spaces again. Talking about some sculptural items of mine at the fair gave me an impulse to look into this streak of work again. Some time ago I had made a number of display boxes showing cardboard objects. They had been cut the way you would make a silhouette drawing of some technical 3-D object. Their composition resulted in a bit of optical illusion of space but at the same time a reduction to strong linear compositional powers. Amazing!

Their display at the fair caught the attention of some visitors and as this year has resulted in going back to basic structures this might fit in well with the tide. Things are developing further.

Basics

Gepackt stehen die Arbeiten für die Kunstbörse in Gummersbach am kommenden Wochenende bereit.

verpackt und sortiert

Ich werde vorwiegend Arbeiten Acryl auf Papier zeigen, aber auf Wunsch habe ich auch ein paar weiße Objekte eingepackt. Kartonausschnitte sind hinter Glas in hölzernen Kästen montiert und erzeugen wunderbare kleine Illusionsräume.

Karton, Kasten / Cardboard, box

Mit diesen Arbeiten habe ich meine Experimente zu grundsätzlichen Signalen für Räumlichkeit von der Zeichnung in den Raum übertragen. Es ist schon interessant, wie die Raumillusion funktioniert obwohl das Innere das Kastens gleichfalls als definierter Raum in einem Spannungsverhältnis dazu steht.

Dieses Jahr bin ich zu diesem Ansatz zurückgekehrt, mit grundlegenden Raumsignalen zu arbeiten. Warten wir auf die nächsten Ausstellungen. 

Der Plan für das kommende Jahr sieht schon ganz gut angefüllt aus. Einige Bereiche sind schon geblockt, damit noch Raum für andere Aktivitäten und auch ein paar Reisen bleibt. Nun hoffe ich , dass alles gut gelingt. 🙂

Things are packed for Gummersbach Art Fair next weekend. Some thirty works in frames and dozens so browse through make up a nice set and I hope visitors will enjoy their outing. 

It is mainly works acrylic on paper I will show but on request a set of white objects will accompany me. Cardboard cutouts are arranged behind glass in their white wooden boxes, showing lovely sets of spatial illusions.

With these sets I transferred my experiments with basic signals of space illusions from drawing into 3-dimensional works. Funny as it is, we find that the perception of space works though we see the inside of the box simultaneously as a defined space as well.

This year I came back to this approach of working with basic structures triggering space illusion. Watch out for next exhibitions.

The timetable for next year looks crammed enough for me to block areas for further activities and a bit of travels. Nice mixture and I hope everything works out fine. 🙂

Die Zeit vergeht – Time Goes By

Über drei Monate, oh Mann! Als ich den Blog begann hatte ich mir selbst mehr Disziplin versprochen, mindesten einen Post pro Monat, eigentlich sogar zwei. Ich wollte für mich selbst festhalten, was im Atelier vor sich gegangen war und auch in meinem Kopf, was die Kunst anbetraf.

Und jetzt: nichts! Seit über drei Monaten, oh nein.

Nein, definitiv falsch: Eine Menge ist in den vergangenen Monaten geschehen, und die Verzögerung lag nicht nur an der extremen Hitze und Trockenheit, die wir nun seit Wochen haben.

Nach den vergangen Ausstellungen und den damit verbundenen Reiseterminen musste ich alles überprüfen und wieder wegräumen (eine Menge, fürchte ich, aber so ist das eben). Ein perfekter Zeitpunkt um gleich noch ein paar andere Dinge neu zu organisieren.

Das letzte Mail, dass das Atelier so schön aufgeräumt war, war im März, als meine Atelierausstellung fertig vorbereitet war und die auch gut angenommen wurde. Hier nochmals ein Dankeschön, an alle die vorbei gekommen sind.

Jetzt, wo alles fertig war, hatte ich Zeit, neue Dinge auszuprobieren, über die ich teils schon in den Blogbeiträgen von März und April berichtet habe.

Seitdem bin ich an diesen Punkten dran geblieben und habe viel skizziert. Einiges habe ich schon auf Instagram unter @schultze_schnabl gepostet. Ich finde es praktischer, male eben ein paar Dinge zu posten und dazu Rückmeldungen einzufangen als die Website mit neuen Abbildungen zu erweitern und gut organisiert zu halten. Aber da muss ich auch bald mal wieder ran.

Die Vorbereitung der kommenden Ausstellung in Netphen, die am 23. eröffnet wird, hat natürlich auch Zeit benötigt. Änderungen in meinen Arbeiten haben die Frage aufgeworfen, was ich eigentlich tue (ein paar Antworte habe ich wohl gefunden). Das braucht seine Zeit, und die Tatsache, dass ich einen großen Raum mit entsprechenden Abständen habe sowie zwei Büroetagen, muss auch gut geplant werden, damit ein gutes visuelles Gesamtkonzept entsteht.

Also: Herzliche Einladung für den 23. August 2018 und dann geht es im nächsten Beitrag weiter.

 

More than 3 month, oh dear! When starting this blog I promised myself a better discipline than this, to check every month (even twice per month) what was going on in the studio or in my mind as far as it was related to art.

And now: nothing! For more than 3 months, oh no!

No, definitely wrong. A lot has been going on in this time and the delay was not only due to excessive heat and draught for weeks now.

After recent exhibitions I tried to check and stow away what was returning (a lot I am afraid but that’s how it is). A perfect time to reorganize some more things.

Last time I had my studio in perfect order was in March when everything was prepared for the studio show which was well received. Thanks to everybody who dropped in.

With everything ready I had the time to try out some new things some of which I have already posted in March and April.

It has kept me going since and I have done a lot of sketching. Some of the results have been posted on Instagram since, see them at @schultze_schnabl. I do find it faster to post it there and get some reaction than redoing my website. But this I have to do anyway in the next weeks.

Preparing my show in Netphen which is going to start on August 23rd has taken some time too. Changes in my work have caused the question what I was actually going to do (I think I found some answers). This takes time as well as puzzling out what was going to be shown where as I have on rather large room and quite a lot of office space to show smaller items.

So: A kind welcome at the opening on August 23rd and we will meet again at the next blog post.

die Lücke nutzen – Using the Gap

Die Lücke Nutzen – Using the Gap

 

Es gibt eine Art Rhythmus in der Art wie ich arbeite. Er bringt mich dazu, immer wieder nach einer gewissen Zeit zu prinzipiellen Fragen und Strukturen zurück zu kommen. Oft gibt es eine Art Lücke in der Spannung, wenn ich ein Projekt abgeschlossen habe und das nächste noch etwas Zeit hat. Dann finde ich mich oft in der Situation wieder, dass ich mit Linien, Formen, Strukturen und Farben herumspiele. Dann stoße ich aber auch immer wieder auf grundlegende Fragen und ich versuche, sie zu beantworten, indem ich mich auf meine Werkzeuge und Methoden zurück beziehe. Dies hilft mir oft, Neues zu entdecken und mich auf Wichtiges zu konzentrieren.

 

 

There is some sort of rhythm in the way I work. It makes me come back to basic structures and questions after a while. Often when there is a gap between one project finished and the next one being a bit away. Then I find myself in the situation where I play around with lines, forms structure or colour. I am getting back to basic  questions and try to answer them by reasserting what my basic tools and principles are. This helps in finding new ways and in concentrating on essential points.

 

 

Einfache Strukturen schaffen Volumen und Raum – Simple structures evoke volume and space

Ein Sperrholzrest lädt ein, es mit Strukturen zu überziehen. – Some plywood leftover invites for covering it with structure

Fläche oder Tiefenraum? Was sagt das Auge und das Gehirn? – Flatness or depth? What do eye and brains do with it?

 

 

Rückblick+Ausblick – Looking Back + Looking Forward

Rückblick – Looking Back

 

 

Danke für ein schönes Ausstellungswochenende an alle Gäste und natürlich auch an Rike Stausberg. Ihre wunderbaren Arbeiten ergaben so ein wunderbares Zwiegespräch mit meinen kleinen Gemälden, fast wie ein Spiegel auf der formalen Ebene mit den kleinen Formaten und doch spannend unterschiedlich in den Bildwelten und Gestaltungsweisen. Das milde Wetter at ein Übriges und wir freuten uns, dass sich die Gäste viel Zeit zum Eintauchen in die gezeigten Bildwelten nahmen.

 

 

Thank you to all our guests and of course to Rike Stausberg for a wonderful exhibition weekend! Her wonderful works formed such a lovely dialogue with my small paintings, just a kind of mirror on a formal level but different enough to start a dialogue between two worlds. Mild temperatures have been a further bonus and we were happy that lots of visitors took their time for diving into the worlds presented.

 

 

 

Mehr Schritte – Further on

Kaum waren die Atelierräume aufgeräumt und sauber gemacht und die Sonne schien in meine Räume, als ich daran dachte, dass na ja jetzt nach dieser getanen Arbeit mal wieder schön in Sachen Kunst arbeiten könnte. Aber wie? Die Farben waren sauber weggepackt und ich hatte keine Lust, alle wieder durcheinander zu bringen, als ich gerade erreicht hatte.

Glücklicherweise waren die Marker griffbereit und die Skizzenblöcke waren leicht aufzutreiben. Ich fragte mich, was ich nun mit minimalen Mittel tun konnte, so ohne Farben Töne und Schattierungen.

Es war eine Art „zurück zu den Grundlagen“: Was kann man tun, um die umrissenen Flächen zueinander in Beziehung zu bringen? Was konnten lediglich ein paar Striche leisten, wie konnten sie die Flächen zum Leben erwecken und gleichzeitig vermeiden, dass das Ergebnis zu schlicht und abbildhaft wurde?

Schauen Sie selbst: Ich hoffe, sie haben ebenso viel Freude an den Skizzen wie ich und ich werde versuchen, diese Erfahrungen in die nächsten Schritte zu überführen, wenn die Farben auch wieder zur Hand sind.

 

 

 

With the studio space just tidied up and cleaned and the warm sun shining into my rooms it was so inviting to take new sheets of paper and start work. But how? Paint was neatly stowed away and I had no intention to mess up what time and effort just had reached.

Luckily I had my markers at hand and the sketching pads were not that far away: I thought what I could do with sort of minimalistic means, no tints, no shade, not colours at hand.

It was sort of “back to basics”: What can you do to bring together the “panels” I had defined on the paper. What could I evoke with just a few marks, how could it make the flat space come alive and how could I keep away from too much representational content?

Just look for yourself! I hope you will enjoy these sketches as much as I do and I will try to transpose these results into the next steps, when colour will be available again.

 

Alles sauber -Neat and Clean

Alles sauber hört sich so einfach an, ist aber sicher nicht der Standard im Atelieralltag. Viele Dinge erwarten einen: Aktuelle Arbeiten, über die man erst noch ein wenig nachdenken möchte, Neues, das noch im Zustand des Entstehens ist, manches fast Fertige benötigt noch den letzten Handgriff und den letzten kritischen Blick, ganz zu schweigen von all dem, was inspirierend ist und darauf wartet, ausgesogen und verarbeitet zu werden auf dem Weg in die Kunst.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine gute Methode, um sich selbst einen Kick zum Aufräumen zu geben ist es, eine Künstlerkollegin oder einen -kollegen einzuladen, seinen ode ihre Arbeit im Atelier zu präsentieren. Das genau ist es, was nun eingetreten ist und … voila: alles ist umgeräumt, weggepackt, oder auf geniale Art versteckt (hoffe ich jedenfalls).

Nun kann es los gehen und ich freue mich, wenn Anfang März Rike Stausberg aus Gummersbach mit ihren Arbeiten kommt, und wir im Atelier viele zufriedene Gäste begrüßen dürfen.

 

 

 

 

 

 

 

 Neat and clean is not the standard in the everyday studio situation. Lots of things wait for you: recent work to be pondered upon, new work just in the state of emerging, things nearly done wich have to get their last touch and approval, not to mention those which are simply inspiring and wait to be absorbed or transformed into some piece of artwork.

A good way to kick yourself into some action ist to invite a fellow artist to Show his or her work in your place. This was what has happended right now and …  voila everything is rearranged, stowed away or hidden by some clever means (hope so).

Now I am looking forward for March when Rike Stausberg from Gummersbach comes with her work and we hope to welcome a lot of happy visitors at the Studio.

2018 Jahresbeginn – Getting started

Januar

Die dunkleren Tage werden weniger, heute kommt sogar mal ein wenig mehr die Sonne heraus. Es wurde Zeit: Es waren seit 1951 die dunkelsten Wintermonate Dezember und Januar, sagen die Meteorologen und gefühlt haben sie auf jeden Fall Recht.

 

Die Ausstellung in der Hagenring-Galerie, auf die ich mich einige Monate vorbereitet hatte, geht nächstes Wochenende zu Ende. Es war eine gute Gelegenheit, zahlreiche Leute zu treffen und Feedback zu meinen Arbeiten bekommen. Danke an die Kolleginnen und Kollegen dort. Wir sind seit Jahren in Kontakt und ich freue mich immer über den Erfahrungsaustausch.

Kürzlich hatte ich die Gelegenheit, die Arbeiten von James Rosenquist in Köln zu sehen, einer meiner großen Helden seit Uni-Zeiten. Ich hätte nie geglaubt, wie viele von den sehr großen Arbeiten sie dort präsentieren konnten und war wirklich überwältigt. Herzliche Glückwünsche an die Sammlung Ludwig“!

 

 

 

Die nächsten Stationen im Zeitplan kündigen sich an: In einigen Wochen habe ich eine kleine Ausstellung mit Rike Stausberg aus Gummersbach geplant. Ich liebe ihre Arbeiten, in denen mein Kopf immer sofort spazieren geht, so anregend sind ihre Bilderfindungen.

Die Anmeldefrist für den 20sten KunstSommer in Siegen rückt näher, auch für die Ausstellungsteilnahme beim BBK und bei der ASK. Nun hoffe ich, dass ich das passende Material zum Einreichen habe, das ihre Rahmenbedingungen trifft. Bitte Daumen drücken! 😉

 

 

January

The darker days become fewer and today the sky shows some blue patches and lets beams of sunlight come through then and again. It must have been the darkest winter since 1951 for the months of December and January and I feel quite sure they are right.

The exhibition at the Hagenring Gallery I have been preparing for for some months is coming to an end next week. It was a good occasion to meet a lot of people and get feedback on my work, thanks to the colleagues over there. We have been in contact for years and I always enjoy the exchange of experiences with them.
Recently I had the chance to see the works of James Rosenquist in Cologne, one of my all time heroes since university days. I had no idea how many of his large works they were able to present and it was really overwhelming. Congratulations to the “Sammlung Ludwig” museum.

Next stops are coming up on the timeline: Together with Rike Stausberg from Gummersbach I have planned a small exhibition in a few weeks to which I am looking forward to. I love her work for all those small inventions that cover her papers and canvasses and let me immerge into a magical world.

The deadline to participate in the Siegen “KunstSommer 2018” line of exhibitions is getting nearer. Another deadline for participation with the BBK and one for the May exhibition of the ASK are coming nearer and I will have to see if I get proper material for their headlines. Keep your fingers crossed!

 

Horizonte entdecken

Unter dem, Titel Horizonte entdecken – da berühren sich Himmel und Erde
zeigt der Kirchenkreis Siegen eine Ausstellung mit Werken des Künstlers

Eberhard Münch im
Gemeindezentrum an der Talkirche, Siegen-Geisweid in der Zeit vom
18.10. bis 15.11.2015

Zum Rahmenprogramm gehören zahlreiche interessante Veranstaltungen, u.a. ein Abend zum Thema

Bilderverbot der Kirche
am Dienstag, 20.10., 19.30 Uhr
ein Vortrag von Prof. Dr. Georg Plasger, Universität Siegen

und eine Talkrunde am
Donnerstag, 22.10. 19.30 Uhr

Talk zwischen Bildern: Bilder.Bibel.Babel.

Hier die Ankündigung:

Am Donnerstag, 22. Oktober 2015, 19.30 Uhr, wird in der Ausstellung „Horizonte entdecken“ im neuen „Gemeindezentrum mittendrin“ an der Talkirche Geisweid geredet. Über Bilder, über die Wirkung von Bildern, über Bilder im Kopf, über Bilder, auch mit Worten erzeugt. Erhellend, verwirrend, überraschend und sicherlich auch unterhaltsam. Es diskutieren die Werbedesignerin Judith Pospischil, der Künstler Ingo Schultze-Schnabl und Radio Siegen Chefredakteur Rüdiger Schlund. Das Gespräch moderiert Pfarrerin Silke van Doorn, Kulturbeauftragte des Ev. Kirchenkreises Siegen.

Hier gibt es die Information im Detail. Wir würden uns über zahlreichen Besuch freuen!

Is God a Topic?

 

Spannend genug war der Radiobericht über die neu eröffnete Ausstellung im K21, der renommierten Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. The Problem of God heißt es dort englisch, ein guter Rahmen für die international hoch geachteten Aussteller. Ihre Arbeiten sind weit entfernt von Illustrationen biblischer Szenen, sondern sie zeigen, wie mit ihrens spezifischen Mitteln der Kunst schwierige Fragen und Thesen formuliert werden können.

Vor einigen Minuten stolperte ich über eine Zeile im Zusammenhang mit der Tate Modern in London. Für den 16. Oktober wurde dort eine Veranstaltung beworben, deren Titel “Suche nach Gott” lautet. Ist das nun Zufall oder sind wir an einer Stelle, wo wir mit einem neuen Bewusstsein die Grundlagen unserer Kultur abklopfen?  [1.10.2015]


Update

An einem verregneten Tag hat es dann doch geklappt, die Ausstellung anzuschauen. So schlimm waren die Staus um Köln dann doch nicht. Sehenswert ist die Ausstellung auf jeden Fall schon durch die atemberaubende Installation von Tomás Saraceno, die den gesamten Innenraum des Hauses überspannt und den Besucher (auf Wunsch) im vierten Stockwerk hoch über dem Boden in einem Netz gehen, liegen, sehen und nachdenken lässt, einem Netz, das mehrere große Kugeln wie ein Gehäuse einspannt und festhält. Das Gefühl von Freiheit, die Notwendigkeit, sich seines Halts zu vergewissern und die Möglichkeit, dies tatsächlich zu überprüfen könnten als metaphysische Aspekte wahrgenommen werden.

Die insgesamt gezeigten künstlerischen Positionen sind so vielfältig, dass jeder Besucher sicherlich Impulse mitnimmt. Persönlich fiel mir auf, dass der geschundene Mensch im Zentrum vieler Arbeiten steht. Ich frage mich, ob es erlaubt ist, auch andere Aspekte zu erwarten und welche das wohl sein mögen. Wie kann Kunst sich ernsthaft und nicht nur oberflächlich mit religiösen Überzeugungen auseinandersetzen? Ich muss sicherlich nochmals darüber nachdenken, aber aktuell erschienen mir die Antworten noch nicht hinreichend überzeugend. [15.10.2015]

youtube-link T. Saraceno

Interesting enough there was a report on the radio about a new exhibition at the K21, the well respected collection of modern art in public ownership. The title: The Problem of God, actually not in German but in English. Highly respected international artists show works which are far from illustrating biblical episodes but use their means to put forth noteworthy reflections on this topic.

Some minutes ago I stumbled over a news line connected with the Tate Modern, London, and a planned event there on October 16, “Searching for God“.  Did this happen by chance or is there a new sort of consciousness probing our cultural basics? [October 1, 2015]

Update

On a rainy day I finally managed to visit the exhibition. Traffic jams around Cologne were not all that awful in the end. The exhibition is certainly worth seeing. The breathtaking installation by Tomás Saraceno spanning the whole courtyard on the fourth level of the building offers the (willing) visitor the chance to walk on, lie on, look through and think about a wire net enclosing several large balls like a casing. The freedom, the necessity to reassure yourself that your are safely held and the possibility to prove that all this is the case may be seen as a metaphysical dimension.

All in all the exhibition shows (as could be expected) a large variety of artistic positions so every interested visitor will certainly find inspiring works. Personally I had the feeling that the battered man in all its varieties is predominant. Though everybody is asked in his life what his or her contribution is to make the world a little better and worth living for more people I was uncertain which other aspect one should expect in an exhibition of this title Is art seriously able to work about religious beliefs or on metaphysical topics. I certainly have to think that over but right now answers do not look exactly convincing on this point.   [October 15, 2015]

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Die Arbeitsgemeinschaft Siegerländer Künstlerinnen und Künstler e.V. ist aufgrund ihrer kulturellen Aufgaben als gemeinnützig anerkannt.
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