Rückblick+Ausblick – Looking Back + Looking Forward

Rückblick – Looking Back

 

 

Danke für ein schönes Ausstellungswochenende an alle Gäste und natürlich auch an Rike Stausberg. Ihre wunderbaren Arbeiten ergaben so ein wunderbares Zwiegespräch mit meinen kleinen Gemälden, fast wie ein Spiegel auf der formalen Ebene mit den kleinen Formaten und doch spannend unterschiedlich in den Bildwelten und Gestaltungsweisen. Das milde Wetter at ein Übriges und wir freuten uns, dass sich die Gäste viel Zeit zum Eintauchen in die gezeigten Bildwelten nahmen.

 

 

Thank you to all our guests and of course to Rike Stausberg for a wonderful exhibition weekend! Her wonderful works formed such a lovely dialogue with my small paintings, just a kind of mirror on a formal level but different enough to start a dialogue between two worlds. Mild temperatures have been a further bonus and we were happy that lots of visitors took their time for diving into the worlds presented.

 

 

 

Mehr Schritte – Further on

Kaum waren die Atelierräume aufgeräumt und sauber gemacht und die Sonne schien in meine Räume, als ich daran dachte, dass na ja jetzt nach dieser getanen Arbeit mal wieder schön in Sachen Kunst arbeiten könnte. Aber wie? Die Farben waren sauber weggepackt und ich hatte keine Lust, alle wieder durcheinander zu bringen, als ich gerade erreicht hatte.

Glücklicherweise waren die Marker griffbereit und die Skizzenblöcke waren leicht aufzutreiben. Ich fragte mich, was ich nun mit minimalen Mittel tun konnte, so ohne Farben Töne und Schattierungen.

Es war eine Art „zurück zu den Grundlagen“: Was kann man tun, um die umrissenen Flächen zueinander in Beziehung zu bringen? Was konnten lediglich ein paar Striche leisten, wie konnten sie die Flächen zum Leben erwecken und gleichzeitig vermeiden, dass das Ergebnis zu schlicht und abbildhaft wurde?

Schauen Sie selbst: Ich hoffe, sie haben ebenso viel Freude an den Skizzen wie ich und ich werde versuchen, diese Erfahrungen in die nächsten Schritte zu überführen, wenn die Farben auch wieder zur Hand sind.

 

 

 

With the studio space just tidied up and cleaned and the warm sun shining into my rooms it was so inviting to take new sheets of paper and start work. But how? Paint was neatly stowed away and I had no intention to mess up what time and effort just had reached.

Luckily I had my markers at hand and the sketching pads were not that far away: I thought what I could do with sort of minimalistic means, no tints, no shade, not colours at hand.

It was sort of “back to basics”: What can you do to bring together the “panels” I had defined on the paper. What could I evoke with just a few marks, how could it make the flat space come alive and how could I keep away from too much representational content?

Just look for yourself! I hope you will enjoy these sketches as much as I do and I will try to transpose these results into the next steps, when colour will be available again.

 

Alles sauber -Neat and Clean

Alles sauber hört sich so einfach an, ist aber sicher nicht der Standard im Atelieralltag. Viele Dinge erwarten einen: Aktuelle Arbeiten, über die man erst noch ein wenig nachdenken möchte, Neues, das noch im Zustand des Entstehens ist, manches fast Fertige benötigt noch den letzten Handgriff und den letzten kritischen Blick, ganz zu schweigen von all dem, was inspirierend ist und darauf wartet, ausgesogen und verarbeitet zu werden auf dem Weg in die Kunst.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine gute Methode, um sich selbst einen Kick zum Aufräumen zu geben ist es, eine Künstlerkollegin oder einen -kollegen einzuladen, seinen ode ihre Arbeit im Atelier zu präsentieren. Das genau ist es, was nun eingetreten ist und … voila: alles ist umgeräumt, weggepackt, oder auf geniale Art versteckt (hoffe ich jedenfalls).

Nun kann es los gehen und ich freue mich, wenn Anfang März Rike Stausberg aus Gummersbach mit ihren Arbeiten kommt, und wir im Atelier viele zufriedene Gäste begrüßen dürfen.

 

 

 

 

 

 

 

 Neat and clean is not the standard in the everyday studio situation. Lots of things wait for you: recent work to be pondered upon, new work just in the state of emerging, things nearly done wich have to get their last touch and approval, not to mention those which are simply inspiring and wait to be absorbed or transformed into some piece of artwork.

A good way to kick yourself into some action ist to invite a fellow artist to Show his or her work in your place. This was what has happended right now and …  voila everything is rearranged, stowed away or hidden by some clever means (hope so).

Now I am looking forward for March when Rike Stausberg from Gummersbach comes with her work and we hope to welcome a lot of happy visitors at the Studio.

2018 Jahresbeginn – Getting started

Januar

Die dunkleren Tage werden weniger, heute kommt sogar mal ein wenig mehr die Sonne heraus. Es wurde Zeit: Es waren seit 1951 die dunkelsten Wintermonate Dezember und Januar, sagen die Meteorologen und gefühlt haben sie auf jeden Fall Recht.

 

Die Ausstellung in der Hagenring-Galerie, auf die ich mich einige Monate vorbereitet hatte, geht nächstes Wochenende zu Ende. Es war eine gute Gelegenheit, zahlreiche Leute zu treffen und Feedback zu meinen Arbeiten bekommen. Danke an die Kolleginnen und Kollegen dort. Wir sind seit Jahren in Kontakt und ich freue mich immer über den Erfahrungsaustausch.

Kürzlich hatte ich die Gelegenheit, die Arbeiten von James Rosenquist in Köln zu sehen, einer meiner großen Helden seit Uni-Zeiten. Ich hätte nie geglaubt, wie viele von den sehr großen Arbeiten sie dort präsentieren konnten und war wirklich überwältigt. Herzliche Glückwünsche an die Sammlung Ludwig“!

 

 

 

Die nächsten Stationen im Zeitplan kündigen sich an: In einigen Wochen habe ich eine kleine Ausstellung mit Rike Stausberg aus Gummersbach geplant. Ich liebe ihre Arbeiten, in denen mein Kopf immer sofort spazieren geht, so anregend sind ihre Bilderfindungen.

Die Anmeldefrist für den 20sten KunstSommer in Siegen rückt näher, auch für die Ausstellungsteilnahme beim BBK und bei der ASK. Nun hoffe ich, dass ich das passende Material zum Einreichen habe, das ihre Rahmenbedingungen trifft. Bitte Daumen drücken! 😉

 

 

January

The darker days become fewer and today the sky shows some blue patches and lets beams of sunlight come through then and again. It must have been the darkest winter since 1951 for the months of December and January and I feel quite sure they are right.

The exhibition at the Hagenring Gallery I have been preparing for for some months is coming to an end next week. It was a good occasion to meet a lot of people and get feedback on my work, thanks to the colleagues over there. We have been in contact for years and I always enjoy the exchange of experiences with them.
Recently I had the chance to see the works of James Rosenquist in Cologne, one of my all time heroes since university days. I had no idea how many of his large works they were able to present and it was really overwhelming. Congratulations to the “Sammlung Ludwig” museum.

Next stops are coming up on the timeline: Together with Rike Stausberg from Gummersbach I have planned a small exhibition in a few weeks to which I am looking forward to. I love her work for all those small inventions that cover her papers and canvasses and let me immerge into a magical world.

The deadline to participate in the Siegen “KunstSommer 2018” line of exhibitions is getting nearer. Another deadline for participation with the BBK and one for the May exhibition of the ASK are coming nearer and I will have to see if I get proper material for their headlines. Keep your fingers crossed!

 

zu den iPad Zeichungen – on iPad drawings

Ein paar Besucher kamen in mein Atelier und interessierten sich für die iPad Zeichnungen, …

… ein guter Anlass um wieder einmal einen Blick auf Arbeiten zu werfen, die teils bis 2012 zurück reichen. Sie sehen entspannt aus, in gewisser Weise verspielt. Ihre Einfachheit und die Farbzusammenstellungen erinnern an die Unmengen an Computergrafik, die unsere Desktops, Smartphones und Fernseher überschwemmen. Aber im Gegensatz zu ihnen wirken die Bilder nicht kalt und flach, sondern lebendig, wie ein paar schnelle Skizzen, was sie auch eigentlich sind. Mich interessierte die Verbindung von Aspekten, die technisch und künstlich wirken mit anderen, die im Kontrast dazu eine menschliche Handschrift zeigen.

Der Entstehungsprozess selbst hat eine ganz urtümliche und sinnliche Seite – trotz des High Tech Werkzeugs und der Glasoberfläche. Ähnlich dem Arbeiten mit Window Colours spürte ich die Bewegung der Finger und hatte die Entstehung von Linien und Farbflächen buchstäblich direkt in der Hand. Diese Spannung setzte sich in zwei Richtungen fort:

Zum einen waren die Skizzen ursprünglich in Feldern von vier mal vier Bildern angeordnet, wobei der hellgraue Hintergrund dazu führte, dass das Ganze wie eine Quilt-Decke an der Wand oder von der Decke hing. Die hellen, leuchtenden Farben und lebhaften Muster standen im Gegensatz zu der sehr technisch wirkenden Kunststoffoberfläche, auf die das Ganze gedruckt war (ca. 160 x 200 cm).

Zum zweiten wurden die Skizzen einzeln auf Aluminiumbord aufgezogen, in langen Bildreihen präsentiert und dies erinnerte eher an ein Pop Art Projekt, das die Kommerzialisierung der Bildreproduktion ins Zentrum stellt.

Aber alles das würde nicht reichen, wäre da nicht noch die Tatsache, dass die Bilder in unterschiedlichem Maße die Balance zwischen dem Abbildhaften und dem freien Spiel von Linie und Farbe beinhalten, ein Aspekt, der in den vergangenen Jahren mit im Zentrum meiner Überlegungen gestanden hat.

Was den Besuchern am besten gefiel, waren die nächtlichen Großstadtszenen. Schauen Sie nach, das Portfolio der iPad Prints ist aktualisiert und wird weiter ergänzt.

So haben Dinge, die zuerst gar nicht so erst gemeint waren, ihr Eigenleben entwickelt. Kunst lebt.

 

Some visitors came into my studio and were interested in my iPad drawings, …

… a good situation to have a look again at works that reach partly back to 2012. They look easy going, playful in a way. Their simplicity and colour schemes remind of those loads of computer graphics flooding our desktops, mobiles and TV screens. But in contrast to them they do not look flat and cold but lively, like quick sketches, what most of them actually are. The combination of layers that look artificial and technical in relation to aspects which show human handwriting caught my interest.

The process itself had a very basic and sensual quality – despite the high tech device and the glass surface. Similar to working with window colours I felt the movement of my fingers and the development of lines and colour areas literally at my finger tips. This contrast was extended into two further directions:

First the sketches were organized as rather small images in rows and columns four by four, which on a light grey background gave them a look like a quilt decoration hanging from a wall or ceiling. Nice bright colours and lively patterns were in contrast to a rather technical plastic surface the whole item was printed on (approx. 160 x 200 cm).

Second the sketches were printed and presented on aluminium board in rows of lager numbers, suggesting some sort of pop art serial thing focussing more strongly on the commercial aspect of image production.

But all this would not be enough if not for the fact that in varying degrees the pictures contained the balance between depicting aspects and the free flow of lines and colours, a point that has been a focus for me over the last years.

What the visitors liked best were the city scenes by night. Have a look, the portfolio is updated and some more samples will follow.

So things that were not at first meant to be “something serious” developed a life in their own right. Art is.

Feed your head!

Der berühmte Ausruf von Grace Slick (Jefferson Airplane) in “White Rabbit” hat sich bei mir festgesetzt, auch wenn ich ihn nicht so verstehen würde, wie er ursprünglich gemeint war ;-).

Hat Kunst nicht damit zu tun, dass man dem Auge und dem Gehirn etwas anbietet, was die beiden beschäftigt?

Bei der Vorbereitung der Inhalte für die neue Website habe ich mir zahlreiche Bilder von älteren Arbeiten angeschaut. Als ich so darüber nachdachte, kam mir der Gedanke, dass dies eine gute Verbindung zwischen den unterschiedlichen Arbeiten darstellt, die ich die vergangenen 25 Jahre angefertigt habe. Bereits in den Jahren, bevor ich mit mehrteiligen Bilden gearbeitet habe, als ich mit Malerei über Reliefzeichnungen experimentierte, ging es im Kern un die Interaktion verschiedener Ebenen von Sehen und Erkennen. Aber irgendwie war das Verfahren sehr langsam und wenig effektiv, wenn es darum ging, Versuche aus ganzen Gruppen und Serien von Arbeiten zu machen.

Als ich merkte, dass ich per Zufall das erste mehrteilige Bild erstellt hatte, änderten sich die Dinge: Die Teile ergaben einen durchgehenden Bildraum und überbrückten die Lücke zwischen den Bildtafeln. Wie ging das vor sich? Was waren die Bedingungen, die dafür sorgten, dass das “klappte”? Was mussten die Teile dem Auge und dem Gehirn anbieten, damit im Kopf des Betrachters ein Bildraum entstand? Was musste man der Wahrnehmung dafür anbieten? Diese Frage hat mich in den vergangenen Jahren angetrieben.

 

 

This famous quote from “White Rabbit” (Grace Slick, Jefferson Airplane) has been following me for years actually. Never with face value ;-), though.

But does not art have to do with giving the mind and the eye something to feed on, to work with, to keep them busy?

Preparing the contents of my new web page I browsed through a lot of pictures of older works again. Thinking it over it came to my mind that this might bridge the different works I have been doing over the past 25 years. Even in the years before I started working with multi panel paintings, when I experimented with painting over relief drawings, the key process was and interaction of different elements, different levels of recognition and perception. Somehow this method was slow and complicated, not very efficient to experiment in groups an series of paintings.

When by chance I found out I had done my first multi panel painting it was different: the parts formed a continuous pictorial space bridging the gaps between the panels. How did that work out? What were the conditions for success? What did the parts have to offer eyes and brain to make up this pace in the minds of the viewer? What did imagination feed on? The question that as followed me for the past years.

Relaunch 2015

Für die Website

Ingo Schultze-Schnabl: Malerei, Zeichnung, Wahrnehmung – Painting, Drawing, Perception

gibt es einen Neustart. Es war ein willkommener Ansatz zum Nachdenken, da die alte Website informativ war, aber doch meinen Bedürfnissen und denen vieler Besucher nicht gerecht wurde. Die neue Version ist weniger ein Katalog, enthält aber hoffentlich mehr Struktur und Information. Durch den Blog ergeben sich auch neue Möglichkeiten für mich zum Arbeiten, zum Sammeln und von Dingen und Gedanken. Ich wünsche allen Besuchern viel Freude und mir konstruktives Feedback.


You will find a relaunch for my website here. The old one being full of information with lots of pictures did not serve actual needs very well  I felt and I guess visitors might have felt alike. It has become less a catalogue now but it provides better structure und information I hope. The blog offers me a new way of working, collecting and reflecting ideas. I hope visitors will enjoy that, too, and I hope for lots of good feedback.