Alt Neu – Old New

Zurück von der Kunstbörse in Gummersbach war das Atelier erst einmal ziemlich vollgestopft und es brauchte einige Zeit, um alles wieder an Ort und Stelle zu verstauen. Aber es hat mir geholfen, einige Dinge besser zu organisieren als vorher, ein zusätzlicher Punkt, warum sich das Wochenende gelohnt hat. Ich konnte einige neue und spannende Kontakte zu Kunstliebhabern aufbauen, Kollegen wie auch Besucher. Nun bin ich gespannt auf das, was da kommen mag.Das Atelier in Ordnung bringen hieß auch, wieder ein paar Arbeiten zu hängen, wo Wandfläche frei war, und ich freute mich wieder über ein paar Leinwandarbeiten, die lange verpackt und verstaut vor meinem Blick verschwunden gewesen waren. Wie schön, wieder in die Atmosphäre und die Räume einzutauchen.

Acryl, Leinwand / Acrylic, canvas

Gespräche über einige meiner plastischen Objekte gaben mir den Anstoß, mir diesen Teil meiner Arbeiten och einmal genauer anzuschauen. Vor einiger Zeit hatte ich eine Anzahl von Objektkästen gemacht, in denen Karton-Objekte gezeigt waren. Sie waren in der Art einer Silhouettendarstellung von dreidimensionalen Objekten geschnitten. Ihre Komposition erreichte ein Stück Raumillusion, die aber gleichzeitig mit einer starken linearen Formkompositon verbunden war. Spannend!

Ihre Präsentation auf der Kunstbörse hatte die Aufmerksamkeit einiger Besucher auf sich gezogen und da die Arbeit in diesem Jahr sehr stark auf die Auseinandersetzung mit Grundstrukturen geprägt war, könnte dies ja gut in die aktuelle Entwicklung passen. Die Dinge entwickeln sich weiter.

Back from Gummersbach Artfair the studio was crammed again and it took some time to get everything back into place. Anyway, it has helped to get some things organized better than they have been before, another point that made the weekend worth preparing for. I could make some new and amazing contacts with art lovers, colleagues and visitors as well. Now I am looking forward to whatever is going to come.

Fixing the studio meant hanging some works again, too, where wall space was left and I enjoyed some items on canvas again which had been wrapped and shelved for some time. Nice to delve into this atmosphere and these spaces again. Talking about some sculptural items of mine at the fair gave me an impulse to look into this streak of work again. Some time ago I had made a number of display boxes showing cardboard objects. They had been cut the way you would make a silhouette drawing of some technical 3-D object. Their composition resulted in a bit of optical illusion of space but at the same time a reduction to strong linear compositional powers. Amazing!

Their display at the fair caught the attention of some visitors and as this year has resulted in going back to basic structures this might fit in well with the tide. Things are developing further.

Basics

Gepackt stehen die Arbeiten für die Kunstbörse in Gummersbach am kommenden Wochenende bereit.

verpackt und sortiert

Ich werde vorwiegend Arbeiten Acryl auf Papier zeigen, aber auf Wunsch habe ich auch ein paar weiße Objekte eingepackt. Kartonausschnitte sind hinter Glas in hölzernen Kästen montiert und erzeugen wunderbare kleine Illusionsräume.

Karton, Kasten / Cardboard, box

Mit diesen Arbeiten habe ich meine Experimente zu grundsätzlichen Signalen für Räumlichkeit von der Zeichnung in den Raum übertragen. Es ist schon interessant, wie die Raumillusion funktioniert obwohl das Innere das Kastens gleichfalls als definierter Raum in einem Spannungsverhältnis dazu steht.

Dieses Jahr bin ich zu diesem Ansatz zurückgekehrt, mit grundlegenden Raumsignalen zu arbeiten. Warten wir auf die nächsten Ausstellungen. 

Der Plan für das kommende Jahr sieht schon ganz gut angefüllt aus. Einige Bereiche sind schon geblockt, damit noch Raum für andere Aktivitäten und auch ein paar Reisen bleibt. Nun hoffe ich , dass alles gut gelingt. 🙂

Things are packed for Gummersbach Art Fair next weekend. Some thirty works in frames and dozens so browse through make up a nice set and I hope visitors will enjoy their outing. 

It is mainly works acrylic on paper I will show but on request a set of white objects will accompany me. Cardboard cutouts are arranged behind glass in their white wooden boxes, showing lovely sets of spatial illusions.

With these sets I transferred my experiments with basic signals of space illusions from drawing into 3-dimensional works. Funny as it is, we find that the perception of space works though we see the inside of the box simultaneously as a defined space as well.

This year I came back to this approach of working with basic structures triggering space illusion. Watch out for next exhibitions.

The timetable for next year looks crammed enough for me to block areas for further activities and a bit of travels. Nice mixture and I hope everything works out fine. 🙂

Die Zeit vergeht – Time Goes By

Über drei Monate, oh Mann! Als ich den Blog begann hatte ich mir selbst mehr Disziplin versprochen, mindesten einen Post pro Monat, eigentlich sogar zwei. Ich wollte für mich selbst festhalten, was im Atelier vor sich gegangen war und auch in meinem Kopf, was die Kunst anbetraf.

Und jetzt: nichts! Seit über drei Monaten, oh nein.

Nein, definitiv falsch: Eine Menge ist in den vergangenen Monaten geschehen, und die Verzögerung lag nicht nur an der extremen Hitze und Trockenheit, die wir nun seit Wochen haben.

Nach den vergangen Ausstellungen und den damit verbundenen Reiseterminen musste ich alles überprüfen und wieder wegräumen (eine Menge, fürchte ich, aber so ist das eben). Ein perfekter Zeitpunkt um gleich noch ein paar andere Dinge neu zu organisieren.

Das letzte Mail, dass das Atelier so schön aufgeräumt war, war im März, als meine Atelierausstellung fertig vorbereitet war und die auch gut angenommen wurde. Hier nochmals ein Dankeschön, an alle die vorbei gekommen sind.

Jetzt, wo alles fertig war, hatte ich Zeit, neue Dinge auszuprobieren, über die ich teils schon in den Blogbeiträgen von März und April berichtet habe.

Seitdem bin ich an diesen Punkten dran geblieben und habe viel skizziert. Einiges habe ich schon auf Instagram unter @schultze_schnabl gepostet. Ich finde es praktischer, male eben ein paar Dinge zu posten und dazu Rückmeldungen einzufangen als die Website mit neuen Abbildungen zu erweitern und gut organisiert zu halten. Aber da muss ich auch bald mal wieder ran.

Die Vorbereitung der kommenden Ausstellung in Netphen, die am 23. eröffnet wird, hat natürlich auch Zeit benötigt. Änderungen in meinen Arbeiten haben die Frage aufgeworfen, was ich eigentlich tue (ein paar Antworte habe ich wohl gefunden). Das braucht seine Zeit, und die Tatsache, dass ich einen großen Raum mit entsprechenden Abständen habe sowie zwei Büroetagen, muss auch gut geplant werden, damit ein gutes visuelles Gesamtkonzept entsteht.

Also: Herzliche Einladung für den 23. August 2018 und dann geht es im nächsten Beitrag weiter.

 

More than 3 month, oh dear! When starting this blog I promised myself a better discipline than this, to check every month (even twice per month) what was going on in the studio or in my mind as far as it was related to art.

And now: nothing! For more than 3 months, oh no!

No, definitely wrong. A lot has been going on in this time and the delay was not only due to excessive heat and draught for weeks now.

After recent exhibitions I tried to check and stow away what was returning (a lot I am afraid but that’s how it is). A perfect time to reorganize some more things.

Last time I had my studio in perfect order was in March when everything was prepared for the studio show which was well received. Thanks to everybody who dropped in.

With everything ready I had the time to try out some new things some of which I have already posted in March and April.

It has kept me going since and I have done a lot of sketching. Some of the results have been posted on Instagram since, see them at @schultze_schnabl. I do find it faster to post it there and get some reaction than redoing my website. But this I have to do anyway in the next weeks.

Preparing my show in Netphen which is going to start on August 23rd has taken some time too. Changes in my work have caused the question what I was actually going to do (I think I found some answers). This takes time as well as puzzling out what was going to be shown where as I have on rather large room and quite a lot of office space to show smaller items.

So: A kind welcome at the opening on August 23rd and we will meet again at the next blog post.

Wie viel – How much?


Überwiegend weiße Leinwand. Gestern habe ich ein paar Last Minute Entscheidungen getroffen, bevor der Tag vorüber war. Ich stellte die drei Leinwände auf und setzte ein paar Striche mit dem breiten Pinsel:

Ein Stück blauer Himmel war immer motivierend, eben noch das Grün ausprobieren, das mir in die Hände gefallen ist. Dann noch etwas Weiß, Orange und Ocker, damit es nicht so giftig wirkt … Alles vorsichtig setzen, mit langsamen Bewegungen, eigentlich ohne wirklich zu wissen, was es wird.

Bloß keine Bäume malen, brich solche Vorstellungen direkt wieder auf, wenn es zu deutlich danach aussieht. Unten mehr helles und gebrochenes Grün, aber nicht wirklich Wiese. Das Ganze oben wiederholen, um es aufzufangen. Senkrechten mit räumlichen Linien kombinieren, aber den Horizont lassen, de sich da so versetzt gebildet hat. Wie wäre es mit ein paar orangefarbenen Akzenten links und rechts? Mehr geometrische Elemente als Kontras zu den lebhaften Formen.

Nun gut, am nächsten Morgen die Frage: “Warum bleibt das nicht einfach so? der Betrachter sieht genug, um Auge und Gehirn auf die Reise zu schicken bei der Suche nach Bedeutung. Landschaft ist so einfach.”

Ich habe mein Ziel erreicht, die Balance zwischen dem Sehen von Objekten und dem von Farben und Pinselstrichen. Ist die deskriptive Element zu aufdringlich? Ist die Malerei stark genung, um die Auge eine Weile zu beschäftigen? Wie lange? Lange genug? Wann ist das?


Mostly white canvas. Yesterday I made some last minute decisions before the day was over. I placed these three canvasses und just started to set a few marks with a broad brush:

 A patch of blue sky was always motivating, just try out this kind of green I just found and make it less vicious with a bit of white, orange, ochre …  Place it carefully, slowly moving, but without really knowing what I do. “Don’t pain trees! Break those ideas as soon as they come up. More light and broken green in the lower part but no meadow. Reoeat on top and bottom to spoil that concept. Combine vertikals with spacial effects but leave that broken horizon intact that that has turned up eventually. How about some rather clear orange accents left and right? More geometry to place contrasts to the vivid forms.

 Well, right, on the next morning the question is there: why not leave it that way? The spectator sees enough to send eyes and mind onto the search for meaning. Landscape is so simple.

 

I have reached my goal, the balance between seeing objects and at the same time just colours and brush strokes. Is that descriptive part too obvious? It the part of painting strong enough to keep the eyes busy for a while! How long? Long enough? What is that?

 

Rückblick+Ausblick – Looking Back + Looking Forward

Rückblick – Looking Back

 

 

Danke für ein schönes Ausstellungswochenende an alle Gäste und natürlich auch an Rike Stausberg. Ihre wunderbaren Arbeiten ergaben so ein wunderbares Zwiegespräch mit meinen kleinen Gemälden, fast wie ein Spiegel auf der formalen Ebene mit den kleinen Formaten und doch spannend unterschiedlich in den Bildwelten und Gestaltungsweisen. Das milde Wetter at ein Übriges und wir freuten uns, dass sich die Gäste viel Zeit zum Eintauchen in die gezeigten Bildwelten nahmen.

 

 

Thank you to all our guests and of course to Rike Stausberg for a wonderful exhibition weekend! Her wonderful works formed such a lovely dialogue with my small paintings, just a kind of mirror on a formal level but different enough to start a dialogue between two worlds. Mild temperatures have been a further bonus and we were happy that lots of visitors took their time for diving into the worlds presented.

 

 

 

Mehr Schritte – Further on

Kaum waren die Atelierräume aufgeräumt und sauber gemacht und die Sonne schien in meine Räume, als ich daran dachte, dass na ja jetzt nach dieser getanen Arbeit mal wieder schön in Sachen Kunst arbeiten könnte. Aber wie? Die Farben waren sauber weggepackt und ich hatte keine Lust, alle wieder durcheinander zu bringen, als ich gerade erreicht hatte.

Glücklicherweise waren die Marker griffbereit und die Skizzenblöcke waren leicht aufzutreiben. Ich fragte mich, was ich nun mit minimalen Mittel tun konnte, so ohne Farben Töne und Schattierungen.

Es war eine Art „zurück zu den Grundlagen“: Was kann man tun, um die umrissenen Flächen zueinander in Beziehung zu bringen? Was konnten lediglich ein paar Striche leisten, wie konnten sie die Flächen zum Leben erwecken und gleichzeitig vermeiden, dass das Ergebnis zu schlicht und abbildhaft wurde?

Schauen Sie selbst: Ich hoffe, sie haben ebenso viel Freude an den Skizzen wie ich und ich werde versuchen, diese Erfahrungen in die nächsten Schritte zu überführen, wenn die Farben auch wieder zur Hand sind.

 

 

 

With the studio space just tidied up and cleaned and the warm sun shining into my rooms it was so inviting to take new sheets of paper and start work. But how? Paint was neatly stowed away and I had no intention to mess up what time and effort just had reached.

Luckily I had my markers at hand and the sketching pads were not that far away: I thought what I could do with sort of minimalistic means, no tints, no shade, not colours at hand.

It was sort of “back to basics”: What can you do to bring together the “panels” I had defined on the paper. What could I evoke with just a few marks, how could it make the flat space come alive and how could I keep away from too much representational content?

Just look for yourself! I hope you will enjoy these sketches as much as I do and I will try to transpose these results into the next steps, when colour will be available again.

 

Alles sauber -Neat and Clean

Alles sauber hört sich so einfach an, ist aber sicher nicht der Standard im Atelieralltag. Viele Dinge erwarten einen: Aktuelle Arbeiten, über die man erst noch ein wenig nachdenken möchte, Neues, das noch im Zustand des Entstehens ist, manches fast Fertige benötigt noch den letzten Handgriff und den letzten kritischen Blick, ganz zu schweigen von all dem, was inspirierend ist und darauf wartet, ausgesogen und verarbeitet zu werden auf dem Weg in die Kunst.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine gute Methode, um sich selbst einen Kick zum Aufräumen zu geben ist es, eine Künstlerkollegin oder einen -kollegen einzuladen, seinen ode ihre Arbeit im Atelier zu präsentieren. Das genau ist es, was nun eingetreten ist und … voila: alles ist umgeräumt, weggepackt, oder auf geniale Art versteckt (hoffe ich jedenfalls).

Nun kann es los gehen und ich freue mich, wenn Anfang März Rike Stausberg aus Gummersbach mit ihren Arbeiten kommt, und wir im Atelier viele zufriedene Gäste begrüßen dürfen.

 

 

 

 

 

 

 

 Neat and clean is not the standard in the everyday studio situation. Lots of things wait for you: recent work to be pondered upon, new work just in the state of emerging, things nearly done wich have to get their last touch and approval, not to mention those which are simply inspiring and wait to be absorbed or transformed into some piece of artwork.

A good way to kick yourself into some action ist to invite a fellow artist to Show his or her work in your place. This was what has happended right now and …  voila everything is rearranged, stowed away or hidden by some clever means (hope so).

Now I am looking forward for March when Rike Stausberg from Gummersbach comes with her work and we hope to welcome a lot of happy visitors at the Studio.

2018 Jahresbeginn – Getting started

Januar

Die dunkleren Tage werden weniger, heute kommt sogar mal ein wenig mehr die Sonne heraus. Es wurde Zeit: Es waren seit 1951 die dunkelsten Wintermonate Dezember und Januar, sagen die Meteorologen und gefühlt haben sie auf jeden Fall Recht.

 

Die Ausstellung in der Hagenring-Galerie, auf die ich mich einige Monate vorbereitet hatte, geht nächstes Wochenende zu Ende. Es war eine gute Gelegenheit, zahlreiche Leute zu treffen und Feedback zu meinen Arbeiten bekommen. Danke an die Kolleginnen und Kollegen dort. Wir sind seit Jahren in Kontakt und ich freue mich immer über den Erfahrungsaustausch.

Kürzlich hatte ich die Gelegenheit, die Arbeiten von James Rosenquist in Köln zu sehen, einer meiner großen Helden seit Uni-Zeiten. Ich hätte nie geglaubt, wie viele von den sehr großen Arbeiten sie dort präsentieren konnten und war wirklich überwältigt. Herzliche Glückwünsche an die Sammlung Ludwig“!

 

 

 

Die nächsten Stationen im Zeitplan kündigen sich an: In einigen Wochen habe ich eine kleine Ausstellung mit Rike Stausberg aus Gummersbach geplant. Ich liebe ihre Arbeiten, in denen mein Kopf immer sofort spazieren geht, so anregend sind ihre Bilderfindungen.

Die Anmeldefrist für den 20sten KunstSommer in Siegen rückt näher, auch für die Ausstellungsteilnahme beim BBK und bei der ASK. Nun hoffe ich, dass ich das passende Material zum Einreichen habe, das ihre Rahmenbedingungen trifft. Bitte Daumen drücken! 😉

 

 

January

The darker days become fewer and today the sky shows some blue patches and lets beams of sunlight come through then and again. It must have been the darkest winter since 1951 for the months of December and January and I feel quite sure they are right.

The exhibition at the Hagenring Gallery I have been preparing for for some months is coming to an end next week. It was a good occasion to meet a lot of people and get feedback on my work, thanks to the colleagues over there. We have been in contact for years and I always enjoy the exchange of experiences with them.
Recently I had the chance to see the works of James Rosenquist in Cologne, one of my all time heroes since university days. I had no idea how many of his large works they were able to present and it was really overwhelming. Congratulations to the “Sammlung Ludwig” museum.

Next stops are coming up on the timeline: Together with Rike Stausberg from Gummersbach I have planned a small exhibition in a few weeks to which I am looking forward to. I love her work for all those small inventions that cover her papers and canvasses and let me immerge into a magical world.

The deadline to participate in the Siegen “KunstSommer 2018” line of exhibitions is getting nearer. Another deadline for participation with the BBK and one for the May exhibition of the ASK are coming nearer and I will have to see if I get proper material for their headlines. Keep your fingers crossed!

 

Einladung zur Finissage Kunstverein Nümbrecht

Nümbrecht Aufbau 24Liebe Kunstfreundinnen und -freunde,

die Gemeinschaftsausstellung der ASK im Kunstverein Nümbrecht nähert sich ihrem Ende.
Die Aussteller laden hiermit nochmals zum Künstlergespräch am

Sonntag 12.6.2016 um 16 Uhr

ein. Hier bietet sich noch einmal die Gelegenheit zum persönlichen Gespräch und zum Kennenlernen der ausgestellten Arbeiten. Wir freuen uns auf Sie!

Kontakt:

Birgit Ludwig-Weber (1. Vors.)
KUNSTVEREIN NÜMBRECHT e.V.
Geschäftsstelle:
Schönhausen 26
51588 Nümbrecht
Tel/Fax 02295/1782
kvnuembrecht@t-online.de

Sehenswert – Worth seeing

Körner, Nümbrecht 2016 - bKörner, Nümbrecht 2016 - a Auch wenn Gruppenausstellungen nicht immer einfach zu gestalten sind, hier ist es gut gelungen und die Präsentation der 15 Mitglieder der ASK erhielt bei der Eröffnung am Sonntag 22.5. auch reichlich positive Rückmeldung. Von daher ist das Prädikat sehenswert schon angebracht, zumal fast durchgehend neue Werke zu sehen sind, die teils speziell für diesen Anlass gemacht wurden und noch nirgendwo gezeigt wurden.

Keinesfalls sollten Sie die Abschlussveranstaltung am 12. Juni um 16 Uhr verpassen!

Though group exhibitions tend to be slightly complicated this presentation by 15 members of the Siegen group of artists ASK is well worth seeing. Especially as nearly all of the works have been done for this occasion and have never been on show before.

Do not miss the final event on Sunday 12 June, 2016 at 4 p.m.

Größe ist wichtig (2) – A whole lot of reality – Size does matter (2)

In den vergangenen Jahren habe ich mit Leinwänden und Holztafeln verschiedener Größen und Proportionen gearbeitet. Wenn ich die Ergebnisse miteinander vergleiche, dann stelle ich fest, dass der Einfluss dieser Entscheidung auf die Ergebnisse viel größer war, als ich ursprünglich angenommen habe. Was meine Bilder bezüglich der Rezeption beim Betrachter ausgelöst haben hing sehr stark von diesen Vorentscheidungen ab.

#298 Außenlager

Städtische Galerie Haus Seel, Siegen

Große Formate haben tendenziell die Eigenschaft, den Betrachter mit seiner Vorstellung in eine farbige Welt eintauchen zu lassen, deren Teil er dann gedanklich werden kann. Ein Blick in die Kunstgeschichte zeigt, dass dies ein grundlegendes Mittel war, um Illusionscharakter zu erzeugen.

#298 Außenlager

Städtische Galerie Haus Seel, Siegen

In einer gut besuchten Ausstellung im Jahr 2001 stellte ich ein Triptychon her, eine Art Werk, das üblicherweise aus drei Bildtafeln besteht, die in einer mehr oder weniger starken Beziehung zueinander stehen. Es füllte den Hauptraum der Galerie im Wesentlichen aus. Drei Leinwandrollen von 50 cm Breite hingen von der Decke und ließen untereinander einen Zwischenraum gleicher Breite. Sie zeigten in einem recht naturalistischen Darstellungsmodus eine Szene mit architektonischen und technischen Elementen, die einen derartigen Illusionsraum schufen.

Die Leinwandrollen waren nicht völlig abgewickelt,  so dass der Besucher im Unklaren blieb, „wieviel Landschaft“ noch auf der Leinwand vorhanden war, wenn er das weiter abrollen dürfte.

Größe und Platzierung der Arbeit ließen das Ganze mehr wie einer Installation oder zumindest wie eine Skulptur wirken, die rundum aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet und sogar durchschritten werden konnte. Das Ganze zeigte also nicht nur noch eine weitere Arbeit eines Künstlers der mit recht traditionellen Mitteln ebenfalls Raumillusion schaffen konnte, sondern über ein Stück Malerei, das gleichzeitig ein Trio von Leinwandstreifen war, die sich als Ebenen schwungvoll durch den Galerieraum bewegten und Besucher, die sich für Ihren Sehvorgang durch den Raum bewegen mussten, um möglichst viel Informationen über das Werk aufzunehmen.

#297 Entfaltete Landschaft V., 9 m, 28 tlg. (WP1000)

Kunstverein Nümbrecht

Sehr kleine Bildelemente hatte ich dagegen einige Zeit später verwendet: Bei den „Entfalteten Landschaften“ handelte es sich um eine Serie von Arbeiten, bei denen ich bis zu 28 Teile an den Wänden arrangiert hatte, manchmal um Ecken herum oder durch Nischen im Galerieraum geführt. Sie zeigten ihre Landschaften auf Streifen von vielleicht Daumenbreite. So konnten sie auf den Betrachter wie Sehschlitze oder Schießscharten in einem Gemäuer wirken, das nur einen sehr begrenzten Blick auf die Landschaft dahinter frei gibt.
Man musste schon recht nah an die Ausschnitte heran gehen, um einen guten Blick auf das Motiv zu haben, aber um die Vorstellung einer Landschaft zu erlangen oder in der Vorstellung zu überprüfen, musste man sich von den Tafeln entfernen. Dabei jedoch verlor sich wieder der Blick für das Detail und so lösten diese Arbeiten ständige Bewegungen der Betrachter im Raum aus, die zwischen Nahsicht und Gesamtsicht pendelten.
Diese Arbeiten zeigten sehr gute Beispiele dafür, wie wir Menschen durch sequentielle Wahrnehmung unsere Vorstellung von einer wahren und ganzheitlichen Wirklichkeit bilden.

#297-Entfaltete-Landschaft-V.-28-tlg

Atelierausstellung, Neunkirchen

Over the years I have worked with panels and canvases of various dimensions and proportions. Comparing the results I find that these choices have had a much greater impact on the results than I had expected. What my works did with the perception of the visitors depended a lot on these decisions.

Large sizes tend to invite the visitor to immerse into a colourful world he can imagine himself to be a part of. Looking into art history we find a basic ingredient of producing illusions.

In a widely acknowledged show in 2001 I did a triptych, a painting consisting of three panels working together in a more or less close relationship, which filled the main space of the communal gallery at Siegen, Germany. Three canvas roles of approximately 50 cm (1 ft. 8 inches) width hung from the ceiling leaving a space of the same width between the three of them. They showed in a rather naturalist mode the scene of some architectural and technical items creating such an illusionary sort of space.

The canvas roles were lying on the floor, not wholly unrolled, so the visitor was kept in uncertainty how much “landscape” was yet to be unrolled if he was allowed to have a look.

The size and placement of the canvas made this more like an installation or at the least more like a sculpture which could be seen from all angels and even passed through between the canvas stretches. So the whole thing was not only about another artist able to create illusion with rather traditional means but about a painting you could perceive as a piece of canvas, of large sheets moving along the gallery space and the visitor moving around just to be able the gather as much information as he could about this piece of art.

#297-Entfaltete-Landsch.-V.

Atelierausstellung, Neunkirchen

Very small spaces were used as elements some time later. “Unfolded Landscapes” was the title of a series of works where I arranged sequences of up to 28 little paintings on walls, sometimes around corners and along niches in the gallery space. They showed their landscapes on panels only as wide as a thumb. So they could remind you of small slot in the wall leaving open only a very limited view on the landscape opening in the background.
One had to come rather close to the paintings to get a good view but to get an idea of the landscape people tended to move back to get some sort of overall view. But this did not really work out the lost detail with getting distance. In the end there was a constant movement getting close to the single paintings and getting into the distance to put the pieces together in the mind of the visitors.
This group of works presented rather good demonstrations of how our mind puts together elements of sequential perception to the idea of a truthful and complete reality.