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Frühjahr – Springtime

Frühling im Atelier – Springtime in the Studio

Der kälteste Teil des Winters scheint vorüber zu sein und die Temperaturen steigen wieder. Nach einem Wochenende mi 20°C war sie wieder auf 5°C gesunken und die Nächte waren frostig. Aber jetzt schauen wir erwartungsvoll auf ein paar wärmere Tage und eine lebhaftere Zeit.

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Drucksachen in der Auslage, print material on display

Das Atelier ist aufgeräumt und gesäubert, die Wände gestaltet und inzwischen ist auch die zweite Ausstellung des Jahres schon vorbei. Drei große Leinwandarbeiten werden aktuell in der BIGGallery Dortmund gezeigt. Der BBK Bezirk Südwestfalen nutzt den wunderbaren Raum schon einige Jahre für seine Ausstellungen. Der große und helle Raum mit seinem Glasdach ist perfekt für unsere Präsentationen. Als die berühmte Dortmunder Union Brauerei geschlossen wurde, war diese Gebäude ein Teil des Konzepts zur Revitalisierung des Bezirks, der so schön in der Nähe der Innenstadt liegt.

this picture is about art, artwork, painting, perception, exhibition, movementKirsten Schwarz, die auch den Katalogtext verfasst hat, hatte die Einführung in die ausgestellten Kunstwerke und die dahinterstehenden Künstlerinnen und Künstler gegeben. Jan Backhaus, Filmemacher und Teil der Aussteller, hatte durch seine Musik die Eröffnung begleitet und noch zusätzliche Farbe und Atmosphäre in die Eröffnung gebracht. Alle Künstler hatte diesmal mehr Raum als sonst zur Verfügung und damit mehr Möglichkeit zu zeigen, worum es in ihrer Kunst eigentlich ging.

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Eddy Pinke. Arbeiten auf Papier und auf Leinwand – works on paper and on canvas

Danach wartete die zweite Ausstellung auf ihre Besucher: Eddy Pinke, eine Künstlerkollege aus Münster besuchte mich mit einem Packen Arbeiten für eine Wochenendausstellung. I mochte seine kraftvollen Arbeiten mit ihrer Farbigkeit und Kompositionsstärke schon immer gerne und wenn er über seine Arbeiten sprach, gab es immer Passagen, in denen wir Parallelen in unserer Malerei fanden. Die Presse (danke an die Siegener Zeitung) hatte einen lebhaften Vorbericht von unserer Ausstellung gebracht und so hatten wir Samstag und Sonntag eine Vielzahl interessierter Gäste.

this picture is about art, artwork, painting, perception, exhibition, movementGestern war ein Treffen mit unseren neuen Wuppertaler Partnern. Die BKG (Bergische Kunstgenossenschaft) und die ASK (Arbeitsgemeinschaft Siegerländer Künstlerinnen und Künstler) planen eine Kooperation auf verschiedenen Ebenen. So besuchten wir gemeinsam die Räum der Städtischen Galerie Haus Seel. Im Mai wird eine Gruppe von ihnen an unserer jährlichen Frühjahrsausstellung teilnehmen, was sicher Thema in einem der nächsten Posts sein wird.

Aber jetzt geht es erst einmal an die Vorbereitungen für April und Mai.

 

Springtime in the Studio

The coldest part of winter seems to be over by now and temperature is gaining again. After a weekend of about 20°C it had dropped down to 5°C and frosty nights had returned. But now we are looking forward to some warmer days and a livelier time.

The studio is tidied up and cleaned, the walls freshly decorated and even my second exhibition of the year is already over by now. Three large canvas pieces are on show already at the BIGGallery in Dortmund. The BBK artists group has been using this wonderful space for some years now for annual projects. This wide, bright room with glass roof and a clear design is perfect for our presentations. When the famous “Dortmunder Union” brewery had closed down this building had become part of the revitalization concept of the area near to Dortmund’s city center.

Kirsten Schwarz, who is also author of the catalogue text, had given the introduction into the works shown and the artists behind them.

Jan Backhaus, filmmaker and art of the artists’ team, had accompanied the opening of the exhibition by way of his music and added some more colour and atmosphere to the event. All artists had more space than usual at our group exhibitions and so was able to give a more profound idea of what their artistic concept was pursuing.

The next show was waiting for visitors: Eddy Pinke, my artist colleague from Münster, has been visiting my studio with a bunch of paintings for an exhibition weekend. I have always liked his powerful way to work with colour and composition and when he talks about his work there are always passages where we find parallels in our work. The press (thanks to Siegener Zeitung) had given a lively impression of our works in a preview and so we were happy to have a lot of interested visitors on Saturday and Sunday.

this picture is about art, artwork, painting, perception, exhibition, movementYesterday there was a meeting with our new art partners from Wuppertal. The BKG (Bergische Kunstgenossenschaft) and the ASK (Siegen Artists) are planning a cooperation on various levels. After having visited their space at the Kolkmann Haus Wuppertal we visited the rooms of Haus Seel, the municipal gallery of Siegen. In Mai a group of their artist will take part in our annual spring exhibition, which will surely turn up in some future post.

But for now it is preparing the activities for April and May.

 

architecture, industrial site

Architektur – Architecture

In meiner Malerei gibt es wiederkehrende Elemente. Neben der Natur, die ganz offensichtlich meine künstlerische Sprache geformt hat, findet sich die Architektur. Als ich auf diese ältere Arbeit von mir stieß, sie erinnert mich an einen Maschinenraum in einer Industrieanlage, verglich ich sie mit einigen neueren Arbeiten und dachte darüber nach, wie sich der Fokus meiner Arbeit über die Jahre verschoben hat.

Ich finde die Farben immer noch wunderbar. Sie schaffen Licht und Atmosphäre. Sie klären die Formen einerseits und schaffen andererseits ein kompositorisches Zusammenspiel. Das subtile Farbenspiel in den Flächen bringt die Flächen zum Leben und macht das Bild einladend.

paainting, architecture

ohne Titel (Maschinenraum), Bildobjekt Acryl auf Holz

In der zweiten Arbeit, die ganz aktuell ist, sind die Farben viel leuchtender, ohne aufdringlich zu werden. Die Komposition ist natürlich viel freier als im oberen Bild. Was ich an dem Bildkonzept mag, ist dass es im ersten Moment recht simpel erscheint, aber dann doch das Auge recht lange beschäftigt. Große Partien bestehen aus Gelb und Ocker, ein wenig Rot und Grün kommt hinzu und das war es dann auch. Aber trotzdem lädt es das Auge und besonders den Kopf ein zu erkunden, was hinter den Elementen steckt. Sie deuten auf Architektur, aber wenn man die Linien und Formen verfolgt, so passt das Gesehen nicht zu einem traditionell räumlichen Bild. Es scheint eher kubistische Mittel der Bildkonstruktion zu benutzen. Der malerische Stil öffnet die Struktur, die in klassisch kubistischen Bildern oft kalt und streng wirkt.

Architektur, Natur

ohne Titel (sonniges Gebilde)

Mehr tanzend und in freier Bewegung finden sich die Bildelemente in der Zeichnung, der dritten Abbildung. Während sie Elemente enthält, die uns vielleicht an eine Straßenszene denken lassen, ist sie noch viel freier als das vorige Gemälde. Sie zeigt Bewegungen einer menschlichen Hand, die lebhafte und locker wirkende Markierungen und Spuren in der Fläche hinterlassen hat. Was ich an dieser Art Arbeit sehr mag ist die Verbindung aus freier gestischer Arbeit, die teils schon an Kalligrafie erinnert, in Verbindung mit dem Beweis, wie schnell unser Gehirn anfängt, Inhalte, Bedeutungen, Sinn zu entdecken und dem Gesehenen Bedeutung zu verschaffen, das ja eigentlich nur aus ein wenig Tinte und Karton besteht.

 

In my paintings you will find certain recurrent topics. Besides nature which obviously has formed my artistic language most there is architecture. When I came across this older piece of work of mine, it reminds me of a machine room in an industrial plant; I compared it to some newer ones and thought how the focus of my interest has shifted over the last years.

I still find the colours lovely. They create light and atmosphere. They make the forms stand out clearly while supporting their interaction in the composition. The subtle colour changes in the areas make the work come alive and the painting inviting.

In the second work which is quite recent the colours are much brighter without becoming obtrusive. The composition is much more free of course than in the picture on top of this page. What I like about this concept of work is that it seems to be quite plain at first sight but it holds the eye for quite a long time. Large parts consist of yellow and ochre, a bit of red and green to add and that’s it. But anyway it invites the eye and especially the mind to detect what lies behind the forms and structures. They remind of architectural elements but pursuing the lines and structures they do not fit into something like a traditional perspective drawing. It seems to use more of the cubist tools of construction. The painterly style opens the structure which in traditional cubist works often tends to be cold and rigid.

 

Tuschezeichnung, Architektur, Stadtszene

ohne Titel (Stadtszene)

More dancing and free movement can be found in the drawing. Containing elements which might remind us of a street scene the structure is even more free, showing us the traces of a human hand moving across the plane and leaving its marks and traces. What I personally love most about this attitude is this combination of free gestural work, even a bit calligraphic in its effect, with the proof how our mind instantly starts detecting meaning, contents, any kind of sense and explanation for what is given with this piece of ink and cardboard.

 

Weben – Weaving

 

 

 

(work in progress, detail)

 

Auf der Suche nach der Reduktion? Oder etwas aus dem Malprozess heraus entwickeln? Ich bin mir nicht sicher, was aktuell mein Thema ist. Wahrscheinlich stimmen beide Beschreibungen.

 Looking for ways of reduction? Or working my way out of the process of painting? I am not sure what the actual topic is. Probably both descriptions are valid.

 

 

Wie viele andere Künstler fand ich es immer faszinierend, was mein Farbmaterial selbst an Wirkungen entfaltete, während ich damit arbeitete: Vielleicht war ich gerade damit beschäftigt, eine Vorstellung von Licht oder Volumen umzusetzen, wenn das mehr oder weniger flüssige, manchmal auch regelrecht klebrige Material Spuren und Strukturen erzeugte,  die ihre eigene visuelle Qualität und Daseinsberechtigung entwickelten. Sprechen Sie mit einem Maler und Sie werden eine ähnliche Geschichte hören.

Neugierde hilft. Versuche, einfach mal ein paar zufällige Spuren auf einem Untergrund zu hinterlassen und schaue, wie eine Kombination von Farben oder die Verbindung von Hand- und Körperbewegung etwas Besonderes entstehen lässt. Natürlich tauch die Frage nach Bewusstsein und Steuerung auf und es zeigt sich, dass es ein ausbalancierter Prozess von Intuition und Spiel einerseits und andererseits Kontrolle und bewusster Komposition wird.

Like many other artists I found it always fascinating what the material of paint was doing while I worked with it: Perhaps I was pursuing some idea of light or volume in my painting when the more or less fluid or even sticky material produces traces and structures which “just came out” and developed a visual quality of its won right. Talk to a painter and you will hear a similar story.

Curiosity helps. Just try to leave a few casual marks on the surface and see how a combination of colours and a certain movement of hands and body create something specific. Developing a lively structure it invites me to follow this line and so how a painting might grow. Surely the question of control will come up. It turns out to become a balanced process between intuition and playfulness vs. control and composition.

 

 

Ausschnitt aus einer “Sequenziellen Arbeit” von 6 Abschnitten, Acryl/Karton

Detail of a “Sequential Work” of 6 segments, acrylic on paper

 

 

Manchmal ist es ein Vorteil, meine Grundstruktur erst einmal zu definieren, indem ich eine Schicht Farbe als Untergrund auftrage.

Sometimes it helps to define my basic structure beforehand by giving a layer of paint to the background.

Das kann dazu führen, dass dies alleine schon “Form wird” und einen eigenen Bildansatz darstellt.

Sometimes it turns our to develop a form of its own and become part of a new work,

 


Immer hilfreich: Die Farbe lieben!

Always helpful: love color 😉

Knackiges Schwarz – Crisp Black

Die Farben scheinen aus der Landschaft ausgewaschen und verschiedene Grau- und Brauntöne haben die Herrschaft übernommen. Irgendwie scheint das zu dem zu passen, was sich aktuell als Impuls im Atelier entwickelt hat:
Zu den Grundlagen immer mal wieder zurückkommen ist in den Ateliers eine klassische Erfahrung. Entwicklungen scheinen zu kompliziert, man hat zu viele Alternativen oder man kämpft einfach mit einem sonstigen Problem: Es gibt immer den Weg, zu den Grundlagen und Vereinfachungen zurückzukommen. In meiner Einzelausstellung GrundStücksBesichtigung zeigte sich 2010 diese Struktur, immer wieder zu alten Erfahrungen und Themen zurückzukommen, den Boden zu bearbeiten wie ein Gärtner, der interessiert schaut, was sich entwickelt hat oder worum man sich kümmern muss.

Diesmal ist es der Weg zurück zu Linie. Im Verlauf des Jahres hatte ich erste großformatige Zeichnungen gemacht, die im Charakter sehr kalligrafisch und erzählerisch wirkten.
Im Gegensatz zu diesen sollten die neuen Zeichnungen viel einfacher und geometrischer werden. Ich wollte ausprobieren, was wir benötigen, um das Auge dazu zu bringen, das Gesehen zu deuten und auch, wie viel freie Fläche man lassen kann, ohne dass der Betrachter das Gefühl verliert, auf irgend eine Art von Gegenstand im Bild zu schauen.

Die alte Regel, sich drei Linien in einem Punkt treffen zulassen, damit sie einen dreidimensionalen Eindruck hervorrufen, funktionierte immer noch perfekt. Die Tatsache, dass das Gehirn nicht erwartet, dass jede einzelne Linie im Bild erklärbar ist, löste eine nette Abschweifung im Prozess aus. Ein paar Stolperstellen einzubauen, an denen die geometrische Vorstellung nicht recht funktioniert, war auch nett. Lediglich Vierecke zu benutzen, um durch Überlappung Raum zu erzeugen, war auch gut und führte zu zeichnerischen Konzepten von Paul Klee und Kandinsky zurück.


Eine andere, unerwartete Erfahrung: in meiner damaligen Ausstellung “mehr weniger” im Jahr 2004 hatte ich rein weiße Arbeiten gezeigt, was mit dem Frühlingslicht damals ganz wunderbar gewirkt hatte.

 

Nun fand ich es plötzlich überzeugend, mit weißen Linien auf schwarzem Karton zu arbeiten.
Auch nach so vielen Jahren weiß man nie, welche Überraschung sich im Atelier noch so verbirgt.

Colours seem to be drained from our countryside by now and various greys and browns have taken over. Somehow this seems to fit in with the impulse at the studio at the moment.

Returning to basics then and again is an experience quite common in the arts. Finding developments too complicated, having too many choices or just struggling with a problem, – there is always the way to return to basic means and relations. My solo show “GrundStücksBesichtigung” (translated something like “visiting your grounds”) in 2010 showed these structures of moving on and returning to former experiences and topics at the same time, working the ground like a gardener who looks with interest to what has developed or has to be cared for.

This time for me it is going back to the line. Over the year I had made some first drawings in various sizes. In spring I had already done some large-scale drawings which turned out to be quite calligraphic and narrative in character.

In contrast to those earlier ones the structures now were meant to be much plainer and more geometrical. I wanted to explore how we need to trigger the eye to search for interpretations, how much empty space could be left without losing the impression that it was some kind of object we are looking at.
The old rule of three lines joining at some point and forming a three-dimensional impression worked fine. The fact that the mind does not expect that each and every line is explicable was another nice digression. Building in some “funny” spots where geometry does not work at all was fine as well. Using just squares overlapping to induce the idea of space was right and led back to Paul Klee’s and Kandinsky’s graphic concepts.

Another unexpected experience: With my exhibition “more less” in 2004 in had shown all-white works which was wonderful with that spring time light at that time. Now I found it more convincing to have the black cardboard with white lines to work with. After all these years you never know what comes around the corner at the studio.

Alt Neu – Old New

Zurück von der Kunstbörse in Gummersbach war das Atelier erst einmal ziemlich vollgestopft und es brauchte einige Zeit, um alles wieder an Ort und Stelle zu verstauen. Aber es hat mir geholfen, einige Dinge besser zu organisieren als vorher, ein zusätzlicher Punkt, warum sich das Wochenende gelohnt hat. Ich konnte einige neue und spannende Kontakte zu Kunstliebhabern aufbauen, Kollegen wie auch Besucher. Nun bin ich gespannt auf das, was da kommen mag.Das Atelier in Ordnung bringen hieß auch, wieder ein paar Arbeiten zu hängen, wo Wandfläche frei war, und ich freute mich wieder über ein paar Leinwandarbeiten, die lange verpackt und verstaut vor meinem Blick verschwunden gewesen waren. Wie schön, wieder in die Atmosphäre und die Räume einzutauchen.

Acryl, Leinwand / Acrylic, canvas

Gespräche über einige meiner plastischen Objekte gaben mir den Anstoß, mir diesen Teil meiner Arbeiten och einmal genauer anzuschauen. Vor einiger Zeit hatte ich eine Anzahl von Objektkästen gemacht, in denen Karton-Objekte gezeigt waren. Sie waren in der Art einer Silhouettendarstellung von dreidimensionalen Objekten geschnitten. Ihre Komposition erreichte ein Stück Raumillusion, die aber gleichzeitig mit einer starken linearen Formkompositon verbunden war. Spannend!

Ihre Präsentation auf der Kunstbörse hatte die Aufmerksamkeit einiger Besucher auf sich gezogen und da die Arbeit in diesem Jahr sehr stark auf die Auseinandersetzung mit Grundstrukturen geprägt war, könnte dies ja gut in die aktuelle Entwicklung passen. Die Dinge entwickeln sich weiter.

Back from Gummersbach Artfair the studio was crammed again and it took some time to get everything back into place. Anyway, it has helped to get some things organized better than they have been before, another point that made the weekend worth preparing for. I could make some new and amazing contacts with art lovers, colleagues and visitors as well. Now I am looking forward to whatever is going to come.

Fixing the studio meant hanging some works again, too, where wall space was left and I enjoyed some items on canvas again which had been wrapped and shelved for some time. Nice to delve into this atmosphere and these spaces again. Talking about some sculptural items of mine at the fair gave me an impulse to look into this streak of work again. Some time ago I had made a number of display boxes showing cardboard objects. They had been cut the way you would make a silhouette drawing of some technical 3-D object. Their composition resulted in a bit of optical illusion of space but at the same time a reduction to strong linear compositional powers. Amazing!

Their display at the fair caught the attention of some visitors and as this year has resulted in going back to basic structures this might fit in well with the tide. Things are developing further.

Basics

Gepackt stehen die Arbeiten für die Kunstbörse in Gummersbach am kommenden Wochenende bereit.

verpackt und sortiert

Ich werde vorwiegend Arbeiten Acryl auf Papier zeigen, aber auf Wunsch habe ich auch ein paar weiße Objekte eingepackt. Kartonausschnitte sind hinter Glas in hölzernen Kästen montiert und erzeugen wunderbare kleine Illusionsräume.

Karton, Kasten / Cardboard, box

Mit diesen Arbeiten habe ich meine Experimente zu grundsätzlichen Signalen für Räumlichkeit von der Zeichnung in den Raum übertragen. Es ist schon interessant, wie die Raumillusion funktioniert obwohl das Innere das Kastens gleichfalls als definierter Raum in einem Spannungsverhältnis dazu steht.

Dieses Jahr bin ich zu diesem Ansatz zurückgekehrt, mit grundlegenden Raumsignalen zu arbeiten. Warten wir auf die nächsten Ausstellungen. 

Der Plan für das kommende Jahr sieht schon ganz gut angefüllt aus. Einige Bereiche sind schon geblockt, damit noch Raum für andere Aktivitäten und auch ein paar Reisen bleibt. Nun hoffe ich , dass alles gut gelingt. 🙂

Things are packed for Gummersbach Art Fair next weekend. Some thirty works in frames and dozens so browse through make up a nice set and I hope visitors will enjoy their outing. 

It is mainly works acrylic on paper I will show but on request a set of white objects will accompany me. Cardboard cutouts are arranged behind glass in their white wooden boxes, showing lovely sets of spatial illusions.

With these sets I transferred my experiments with basic signals of space illusions from drawing into 3-dimensional works. Funny as it is, we find that the perception of space works though we see the inside of the box simultaneously as a defined space as well.

This year I came back to this approach of working with basic structures triggering space illusion. Watch out for next exhibitions.

The timetable for next year looks crammed enough for me to block areas for further activities and a bit of travels. Nice mixture and I hope everything works out fine. 🙂

Den Kopf bewegen – Moving the Mind

Nach einigen Jahren bin ich auf einen Bildtypus zurückgekommen, den ich bereits vor über 10 Jahren entwickelt hatte. Sehr kleine Bildtafeln wurden im deutlichen Abstand zueinander präsentiert, was es schwer machte, die Teile zu einem Gesamteindruck zusammenzufügen.In dieser Version finden wir Schlüsselelemente wieder, die uns an Landschaften erinnern: Helles Blau in den oberen Bildpartien verweist vielleicht auf Himmel während es in den unteren auf Wasser deuten kann. Formen und Farben erinnern an Fels oder Erde, an Bodenbewuchs und andere Dinge, die zu unseren Grunderfahrungen von Landschaft gehören.


Der Raum zwischen den farbigen Flächen verändert unsere Wahrnehmung. Die betonte Distanz bringt uns dazu, sorgfältig zu überprüfen, was in den Bildflächen geschieht, und unsere Vorstellungskraft schlägt Antworten vor auf die Frage, was dieses oder jenes sein oder gewesen sein könnte, wenn sich denn der Künstler auf eine reale Landschaft bezieht. Aber immer gibt es Elemente, die nicht in die gerade beginnende Interpretation passen wollen und recht frei gesetzt erscheinen, so dass wir nach besseren Erklärungsmodellen für das suchen, was wir sehen.

Schauen wir auf die anderen Bildflächen und beziehen die Informationen ein, so stellt sich das gleiche Gefühl ein: Einige Bildpartien stützen die sich bildenden Vorstellungen, andere scheinen deplatziert und stellen unsere Hypothesen in Frage. Konstruiert dies eine Ganzheit? Der Wechsel zwischen Nahsicht und „Erkennen-wollen“ des Details und Abstand, in der Hoffnung, dass sich etwas reibungslos zusammenfügt hält uns als Betrachter beschäftigt und in Bewegung.
Wieviel Information benötigen wir, um unseren Kopf in Bewegung zu setzen? Daniel Kahneman, Psychologe, Nobelpreisträger und Autor des Buchs „Schnelles Denken, langsames Denken“, zeigt uns, wie unser Gehirn auf Stücke von Informationen reagiert, wie es im Unbewussten Erklärungen für das Gesehene entwickelt und Verhaltensvorschläge macht, oft ohne, dass wir bewusst reagieren oder dies kontrollieren.

Himmel und Erde – Sky and Earth, Acrylic on Wood

Dies scheinen Grundstrukturen zu sein, ohne die die Menschheit wohl nicht überlebt hätte, die es uns ermöglichen, jeden Tag die zahllosen kleinen, aber auch die lebenswichtigen Entscheidungen zu treffen. Am Ende ist Realität das, was wir selbst auf unserer Wahrnehmung machen und diese Bild lässt uns darüber nachdenken.
Kunst kann Spaß machen, das sollte man nicht vergessen. Den Betrachter einzuladen, sogar um die Ecken eines Raumes herumzugehen, um zu sehen, was es mit einem Bild auf sich hat, hat für Künstler und Besucher etwas Reizvolles. Diese Fotos von Ausstellungen in Nümbrecht (Kunstverein, 2008) und Hagen (Hagenringgalerie, 2018) vermitteln einen Eindruck davon, was mit diesem Konzept möglich ist.
Der Raumabschnitt in Lengerich (Kunstraum 3, 2017), wo ich diese Arbeit installieren konnte, war recht lang und schmal, sodass die Besucher die bemalten Seitenflächen der plastischen Formen bewusster sahen. Je nach dem, von welcher Seite man den Raum durchschritt, änderte sich auch der Bildeindruck mit. Auf diese Weise gab es sogar noch mehr zu sehen.


After several years I came back to a type of format I had developed more than ten years ago. Relatively small panels were presented in a noticeable distance to each other which made it hard to see the complete painting with one impression.
In this version we find key elements which remind us of what we see in landscapes: Light blue is found in upper parts, probably indicating sky, whereas in the lower part it might indicate water reflections. Forms and colours remind us of rocks or earth, scrubs and other things which belong to our basic experiences of landscape.


The space between the coloured fields changes our perception. The marked distance makes us inspect carefully what is happening in those painted areas and our mind comes forward with ideas of what this or that might be or might have been, supposed the artist was referring to some real landscape). But there are always elements which do not exactly fit into any of these interpretations and seem to be placed quite freely so that we search for different and better explanations of what we see.
Looking at and including the information in the other fields we experience the same feeling: some parts support the ideas coming up, others seem misplaced and shake the hypothesis our mind has offered. Does this really construct some kind of wholeness? The process of looking more closely at details and keeping a distance to see the painting as a whole keeps us busy and moving.

Art can be fun. Do not forget. Inviting the visitors to a walk even around corners to see what a painting is about might be an entertaining thing for artist and visitor. These Photos from exhibitions in Nümbrecht (Kunstverein, 2008) and Hagen (Hagenringgalerie, 2018) might give you an idea of the possibilities of this concept.In Lengerich (Kunstraum 3, 2017) the space where I presented this painting was quite long and small, so visitors saw more consciously the painted sides of the wooden boxes the painting consisted of. Depending on the way the passed along the impression of the work was a bit different. Even more to see!

 

Variationen – Variations

Als der BBK (Bundesverband Bildende Künstler) um Beiträge für die geplante Ausstellung „Variationen“ bat, schaute ich unter einem neuen Blickwinkel auf meine Arbeiten. Nun ja, drei Landschaftsbilder oder Stillleben dürfen ja nicht schwer zu finden sein, aber das war sicher ein zu allgemeiner Ansatz. Ein Vergleich auf solch einer Ebene würde keine weiteren Denkanstöße auslösen, es musste spezifischer werden. Aber die Lösung „Drei Studien zu Objekt XY“ sah dann auch wieder zu sehr nach Kunsthochschule oder Innendekoration aus.
Ich dachte an einige iPad-Zeichnungen, die ich vor etwas vier Jahren gemacht hatte. Ich liebe dieses Medium. Will ich zum Beispiel schnell mal ein paar Formen oder die Vorstellung von einer Farbkombination prüfen und festhalten, dann ist es für solche Situationen schnell bei der Hand.
Der jährliche Entwurf eines Blattes für den Kunstkalender unserer Künstlergruppe, der ASK, ist gleichfalls mit diesem Medium verknüpft. Auch ist es nützlich, wenn man in seinem Arbeitsprozess über Alternativen nachdenkt und eine Wahl treffen, die die anderen Lösungen nicht zerstört, wobei wir wieder bei den Variationen sind.Ich war auf Reisen, als ich eine Serie von recht kleinen Skizzen auf dem iPad machte. Das Ziel bestand darin, sie so klein zu machen, dass ich mich nicht in Kleinigkeiten verzettelte, sondern eher große Kompositionszusammenhänge testen wollte. Am Schluss hatte ich drei arbeiten von jeweils 16 kleinen Farbzeichnungen, jeweils blockförmig zu vier mal vier geordnet, ein Anblick, der mich an Patchwork, eine Quiltdecke erinnerte.


Ich mag diese Parallele. Wie beim Zeichnen hatte es etwas von dem körperlichen Prozess, als wenn man mit dem Finger im Sand zeichnet. Gleichzeitig war es aber auch ein hochtechnologischer Prozess: Die digitalen Mittel eröffneten Möglichkeiten zum Kopieren und Vergrößern, ohne dass ein Qualitätsverlust auftrat. Falls Sie als einen Ausdruck für eine Wand über fünf Stockwerke benötigen, bitte melden!
Innerhalb der 48 Bilder, die innerhalb recht kurzer Zeit entstanden waren, enthielten auch einige Nachtszenen. Drei davon, die optisch ganz gut zusammen passen würden, wählte ich für die Bewerbung aus. Alle drei zeigten Situationen, die mir bei einem Aufenthalt in London aufgefallen waren. Sie sind so unterschiedlich, wie auch diese wunderbare Stadt es in mancherlei Hinsicht ist. Eine Zeichnung zeigt eine etwas verträumte Nacht in einem ruhigen Blau mit einigen Lichtern, die auf das Leben weisen, das immer noch da ist, wenn man etwa abends um Elf durch Dulwich oder Denmark Hill geht.

Das zweite Bild zeigt tatsächlich den Bahnhof von Denmark Hill. Mir war die Metallkonstruktion aufgefallen, die sich von Hang hinunter zu den Bahnsteigen bewegt, die tagsüber so voll und betriebsam sind. Diese Zeichnung hat einen stärkeren Rhythmus in sich als die erste, die recht still bleibt. Die dritte Zeichnung geht ein Stück weiter: Sie gibt die Eindrücke von Formen und Farben wieder, die ich an einem nächtlichen Bushaltepunkt hatte. Wenn man das weiß, kann man vielleicht Spuren von den roten Bussen, blinkenden Rücklichtern und Werbetafeln ahnen, von Mauern und Ladengeschäften.
In dieser Sammlung fanden sich noch mehr Nachtszenen und ich war mir gar nicht so bewusst gewesen, wie sehr mich das Thema offenbar fasziniert die die Wahl meiner Motive beeinflusst hatte. Einige sind mehr ländlich, zeigen sogar den Blick aus meinem Atelier, andere erinnern an andere Reisen, auf denen ich gewesen bin.


When the BBK (German association of professional artists) asked for contributions for the planned exhibitions “Varieties” it made me look at my work from a different angle. Well, three landscapes or still lives would do, wouldn’t they? But this was certainly too global an approach. Compared on this level the outcome of my choice would not lead to any further sort of understanding of the topic chosen. It had to be more specific, but I dreaded this type of “three variations on object xy” which you sometimes find in art school practice or interior design reviews.
I thought of my iPad drawings which I have done over the last four years or so. I love to use the medium for certain situations: Quick sketches when I think of some forms or colour sets. So it comes in handy as a replacement for the sketch block. The annual design of a page in the arts calendar of our group is a field where I like this technique very much. It is convenient if you think about alternatives in your work process and you want to follow different choices at the same time without destroying what you have reached so far. Just make a copy and go on working with the duplicate. No harm done! This way I often had varying results which basically came from the same idea.
I was travelling when I had a stretch of productivity doing very tiny sketches on the iPad. The idea was to make them so small that I would not be entangled in detail when I wanted to test broader compositional concepts. In the end I had three works which each contained 16 tiny colour drawings arranged four by four in a block which at first looked a bit like patchwork, like a quilt plaid. I liked this parallel. Like the drawing process on the iPad was an exciting mixture of physical artwork (just leaving traces with your fingertips like a sketch in the sand) as well as a high-tech process working with digital tools which opened ways for copying and enlarging. You could easily change a drawing to any size without loss of quality. So if you need a print-out for your five story wall let me know.These 48 drawings I made within a reasonably short time contains some night scenes. Out of this group I selected three where I thought this choice would go together well on a wall. With all three of them the first impulse came from night scenes I had registered when staying in London and they are as different as this wonderful city is in so many respects. One shows a more dreamy night in a quiet blue and some lights showing the life that is still there when you walk through part like Dulwich or Denmark Hill at let’s say 11 p.m.. The next one shows actually Denmark Hill station. I had noticed the railing on the construction leading up and down to the platforms of this overground station which is so busy all day. It has more rhythm in it than the first one which appears very quiet.





The third in the group goes a little further. It just catches the impressions of forms and colours at a nightly bus stop. Knowing this you can perhaps imagine traces of red busses, flashing rear light, advertising in the city context, traces of walls and shop windows. There are even more night scenes to be found in this collection and I was not really aware of how much this had obviously fascinated me and influenced my choice of sujets. Some are more rural, even showing the view out of my studio window at night and some reminiscence to other travels I have been on.

mehr als Laputa – more than Laputa

Nachdem der erste Ausstellungsteil vorüber ist, sind die großen Arbeiten aus dem Ratssaal wieder unterwegs ins Atelier und warten auf neue Aufgaben. Mal schauen, was sich bis zum Jahresende noch ergibt.

Der Ausstellungsteil im Steuerbüro Friedrich ist noch bis Ende September zu sehen und zeigt eine Vielfalt von Arbeiten: Große Leinwände ebenso wie kleine, spielerische Formate . 

Eigentlich hatte es etwas ruhiger werden sollen, als im letzten Jahr, aber es ist schön, wenn es so viele Gelegenheiten gibt, alleine oder mit Kolleginnen und Kollegen in Sachen Kunst unterwegs zu sein. Für 2019 hat sich der Kalender auch schon ganz gut gefüllt und ich bin immer wieder zwischendurch über  die Phasen froh, in denen ich “so vor mich hin” schauen und arbeiten kann, ohne dass ein Ergebnisdruck im Raum steht. Aber wem geht das nicht so … 

Part one of the exhibition is over by now and the larger works shown in the meeting room of Netphen city council are on their way back home, waiting for the next shows.

The exhibition part at Tax Consultant Friedrich is on sho until the end of the month. It present a large variety of works, large canvasses as well as small and more playful items.

Let’s see what is coming along till the end of the year. Basically the year was planned to be a bit less packed but if there are possibilities wo show your work alone or together with colleagues, who would say no? The timetable for 2019 is as well quite filled by now, although I really enjoy the time when I can go to work without having the pressure of bringing short time results. But who wouldn’t?   

Eröffnung – Opening on August 23rd, 2018 
Danke für eine gut besuchte Eröffnung – Thanks you for a well-received opening
Orange vor Blau – Orange before Blue, Acrylic on wood, 50 x ca. 255 cm

Laputa in Netphen

Eine gut besuchte Eröffnung war der Schlusspunkt hinter wochenlangen Vorbereitungen.

Der Platz im Ratssaal in Netphen gab mir die Möglichkeit, einige meiner größeren Arbeiten zu präsentieren, die ich in den letzten Jahren entwickelt habe. Der Gesamteindruck bei ihnen ist heller und dynamischer geworden. Dabei haben die Pinselstriche mehr Eigenleben, als sie früher hatten.In den Räumen des Steuerbüros Friedrich konnte ich dagegen kleinere Arbeiten zeigen, auch wenn drei große Leinwände ebenfalls ihren geeigneten Ort gefunden haben. Alles in allem geben die Exponate einen guten Überblick über das, was ich mache und darüber, wie Malerei und Wahrnehmung hier funktionieren.

 

Ich habe immer gerne mit Modellen gearbeitet, wenn ich eine Ausstellung geplant habe. Die Architektur, Dimensionen, Blicke und Perspektiven beeinflussen alle die Wirkung von dem, was ich tue, zum Guten oder zum weniger Guten. Ich bevorzuge natürlich das Gute ;-). So teste ich verschiedene Varianten, bevor ich mich mit der Auswahl und der Hängung festlege.

Die Berichterstattung in der Presse war sehr positiv. Die Siegener Zeitung hat etwa eine halbe Seite berichtet einschließlich zweier Fotos. Westfalenpost und Westfälische Rundschau haben naturgemäß ein kleineres Format gewählt, aber der Artikel (hier) enthält wichtige Punkte und ich bin den Journalisten dankbar für Ihre Mühe, zum Vorgespräch zu kommen.

So weit, so gut. Nun kommt noch etwas Aufräumen und Netzwerkarbeit, aber auch freue mich darauf, nach langer Zeit bald mal wieder den Pinsel in der Hand zu halten

A well-received opening last Thursday was the finishing point of weeklong preparations.

The space in Netphen City Hall gave me the possibility to show some of my larger works which developed over the last years. The overall impression has become lighter and more dynamic while the marks of paint have more life of their own than they have had before.

In the rooms of Tax Consultant Friedrich I could present smaller items (though three large canvasses also found their adequate places). All in all they give a good survey of what I do and how painting and perception work.

I have always liked working with models when planning an exhibition. Architecture, dimensions, sights and perspectives all influence the impression of what you do either for worse or for good. Personally I prefer good, so I try out various ideas before I actually decide about hanging.

Press response has been very favorable. Siegener Zeitung has published about half a page including two photos. Westfälische Rundschau and Westfalenpost naturally had a smaller format but the article presents main points and I am thankful for the press people taking the effort to come for the preview.

 

 

 

 

 

 

 

 

So far for now. I have to do some tidying up and some more networking but am looking forward to get a brush in my hand again after a long time!