Malen – Painting

Gedanken zum Malen – Thoughts While Painting

 

 Was macht ein Maler oder eine Malerin? Er bzw. sie malt, Oder: Sie tragen Farbe auf ein Fläche auf. Das kann so für sich schon etwas sehr Schönes sein, nicht “etwas” zu malen sondern einfach zu schauen, was die Farbe tut. Sie entwickelt Form, Tone, Schattierungen und so weiter. Der Pinselstrich definiert etwas. Aber er definiert auch das, was er nicht ist, nämlich die Umgebung um ihn herum.

What does a painter do? He or she paints. Or: He applies paint to a surface. This can be quite enjoyable in itself. No painting “something” but just watching what the paint does, how it develops form, tone, tints and shades. The brushstroke is something that defines. And it defines things outside ist own existence, namely the not yet designed area around itself.

 

Brush Stroke

Pinselstriche auf einem Skizzenkarton – Sketching brushstrokes on cardboard, 2018

 

Brush strokes

Pinselstriche auf einem Skizzenkarton – Sketching brushstrokes on cardboard

 

Für mich “machte” der Pinselstrich etwas. Er war Bewegungsspur, von etwas, was stattgefunden hatte, hervorgerufen von einem menschlichen Wesen, das den Pinsel gehalten hatte, meistens jedenfalls.

Aber die Pinselspur hatte noch etwas Magisches, was ich nicht recht greifen konnte. Zum Beispiel entwickelte sich oft eine gewisse Vorstellung von Raum dabei, obwohl ich es nicht auf traditionelle Perspektivregeln zurückführen konnte.

To me moving the brush on the surface “did” something. It was the trace of a movement, something that had happened in a certain moment, done by some human holding the brush, reasonably.

But the traces somed to have some additional magic I could not quite catch. For example it often suggested some kind of space around it although I could not pin it down to traditional rules of perspective.

 

Serie Gegengewichte / Series Counterbalance

Serie Gegengewichte / Series Counterbalance

 

 

 

 

Eher zufällig stieß ich auf den Begriff Gegengewicht. Ich wurde neugierig und so fand ich mich in Experimenten wieder, die sich mit einer Art Motiv beschäftigten, was ich normalerweise eher selten mache. Meine Themen entwickeln sich aus dem Arbeitsprozess und stehen eher nicht an seinem Anfang. Aber der Weg stellte sich als produktiv heraus.

By chance I came across the term counterbalance, got curious and so found myself experimenting with a sort of topic, something I rarely do. My topics develop out of the process but usually do not make up the starting point of it. But this time it turned out to be productive.

 

Serie Gegengewichte / Series Counterbalance

 

Brushstroke

Serie Gegengewichte / Series Counterbalance

 

Da ich nicht auf einen abbildenden Arbeitsprozess hinaus wollte kam ich auf die Erfahrung zurück, dass ein einfacher Pinselstrich den visuellen Charakter von einem Ding haben konnte.

 No wanting to return to a depicting strategy I came back to my experience that a simple brushstroke could develop the visual quality of a thing on the canvas or paper.

 

Brushstroke, ornage paint on blue background

#1033 Orange vor Blau, montiert / #1033 Orange on blue Background, acrylic on Wood, 60 x 250 cm, 2018

 

 

 

 

 

 So entwickelte sich eine neue Bildserie, in der ich dem Gedanken nachging, wie man diese Ansätze zum Kern eine Gestaltung machen konnte. Nun bin ich neugierig, wohin mich die Reise führen wird.

So a new series of paintings developed where I followed this train of thought and now I a curious to see where this journey will lead me to.

 

Neue Lese II.

 

#1108 Landscape, iPad print

#1108 Landschaft / Landscape, iPad print

2019 Elementarlandschaft / Elementary Drawing, Bad Berleburg 2019

Dies hatte mit meinen großformatigen Zeichnungen zu tun, die ich kürzlich entwickelt hatte und die ich hier erstmalig zeige.

Beim Malen machte mir die Bewegung von Form und Farbe in der Fläche Freude. Die Frage, ob etwas ähnliches auch reduziert auf Linien möglich ist, beantwortete sich in den großen Zeichnungen. Sie waren groß genug, um beim Arbeiten ein Körpergefühl anzubringen, das sich in den Zeichenspuren wiederfand. Die Ergebnisse waren abstrakt genug, um nur als Linien gesehen zu werden, aber auch einladen für unser Gehirn, um zu Deutungen einzuladen.

 It had a lot to do with my recent large scale drawings which are shown for the first time in this exhibition.

When painting I had enjoyed the movement of form and colour developing on the surface. The question, if there was a similar possibility when working only with lines was answered in these drawings. They were large enough to have this correspondence between bodily experience and the marks leaving traces on the canvas. They were abstract enough to be read as lines only and still inviting for interpretation by our minds.

#1110 Landscape, Digital Drawing and Canvas, Bad Berleburg 2019

#1110 Landscape, Digital Drawing and Canvas, Bad Berleburg 2019

 

 Als ich begann, meine iPad-Zeichnungen zu entwickeln, hatte ich ähnliche Gefühle, wenn auch in einer viel kleineren Dimension. Trotzdem tanzten meine Finder auf der Glasfläche und hinterließen ihre Spuren in Farben, die ich differenziert und Fein gestuft wählen konnte.

Dies wären die Farbentscheidungen, die mir als Maler wichtig waren und es war nicht die billig wirkende Software, die versuchte dicke Ölfarbe zu imitieren, was ich immer eine visuelle  Zumutung fand. Hier sahen die Farben nach Computer aus, sauber und flach, und gaben nicht vor, etwas anderes zu sein. Das Künstliche wurde aufgewogen von dem Eindruck der Linien, von Licht und Raumtiefe, die sich durch die Komposition ergab.

Das ist ist es eigentlich, was ich tue: Ich hinterlasse Spuren auf einer Oberfläche die in unseren Köpfen arbeiten, wenn wir ein Kunstwerk betrachten

 When I began developing my iPad drawings I had experienced similar feelings, though in a much smaller dimension. Anyway my fingers were dancing on the glass surface and leaving traces of colour which I was able to chose in an adequate and subtle way.

Here I got the color decisions I liked as a painter but not the cheep looking oil paint traces other programs provided and which had made me feel awful. Here things look like computer colour, not imitating something else but clean and flat, the artificial touch balanced by the movement of lines and the light and depth developed by the composition.

Basically this is what I am doing: leaving traces on a surface which work in the mind when we are looking at artwork.

 

 

 


 iPad Zeichnung: Gitter III.

iPad Drawing Grid No 3

 

Neue Lese I.

 In der Galerie der Sparkasse Wittgenstein in Bad Berleburg haben aktuell über 40 meiner größeren Werke einen guten Ort gefunden. Mit dem wunderbaren Licht in den hellen und offenen Räumen kommen die Farben gut zur Geltung.

Die unterschiedlichen Blickwinkel und Entfernungen, die die Betrachter beim Rundgang einnehmen, lassen  ihn oder sie erfahren, wie unterschiedlich das gleiche Kunstwerk wirken kann.

The gallery of Sparkasse Wittgenstein in Bad Berleburg has become temporal home now for about 40 of my larger works. I have been very much looking forward to it: It has a lot of space so I could give an overview over the artwork which has developed roughly over the past three years.

The different perspectives and distances that the visitor can take on the tour let him or her experience how different the same work of art can look.

 

Der Eindruck von Bewegung und den frischen und lebhaften Farben ist charakteristisch für diese künstlerische Arbeit. Das Volumen der Leinwand trägt zu der Wirkung bei, dass das Bild “ein Fenster in die Wand öffnet”, ein eigentlich recht klassischer Effekt, aber gleichzeitig und deutlich ein dreidimensionales Objekt direkt vor den Betrachter ist, vergleichbar mit einer bemalten Skulptur.  –  The impression of movement and fresh and lively colours characterize this piece of artwork. The volume of the canvas contributes to the effect, that the painting “opens a window” into the wall (which is a rather traditional way) but at the same time it states that it is a 3-dimensional object on front of the visitor, comparable to a painted sculpture.

Hell und klar ist der Eindruck, den dieses Kunstwerk hinterlässt. Der eingebundene weiße Hintergrund, die hellen Farben und die feine Struktur lässt das Werk lebendig, aber gleichzeitig ruhig wirken.  –  Light and bright ist the look of the artwork, the use of the white background, the bright colors and the rather detailed structure give a lively, but  yet quite impression. 

Das Blau und das Grün bilden eine Struktur, die das Auge über die Bildfläche leitet. Sie laden ein, im Bildraum spazieren zu gehen, bis im nächsten Moment die flächige Struktur die Wahrnehmung dominiert. Die Balance zwischen diesen beiden Arten, ein Kunstwerk zu “lesen”, ist ein zentraler Punkt meiner aktuellen Arbeiten geworden.  –  The blues and greens form a pattern leading the eye across the panels. It offers the invitation to wander into the depth of a landscape but in the next moment the idea of form and structure dominates the perception. Balancing between these two sorts of “reading an painting” has become a central element of my work.

 Bei meinen jüngeren Arbeiten hatte ich oft die Vorstellung von klassischen Wasserfarben im Hinterkopf. Ihre Helligkeit und die Art, wie ein Künstler das Weiß des Papiers einbeziehen kann, hatte mich schon immer fasziniert.

Acrylfarbe bietet hier neue Möglichkeiten: Sie lässt sich so stark verdünnen, dass man es kaum von Wasserfarben unterscheiden kann. Dabei behält sie aber ihre Stabilität und ist weniger empfindlich gegenüber Sonnenlicht, Berührung oder natürlich Feuchtigkeit.

In my recent works I often had the lightness of watercolor paintings in my mind. Their lightness and the way artists work with the white of the paper has always fascinated me.

Acrylic paint offers new ways as it can be deluted so much that you can hardly distinguish it from watercolour but it still keeps the quality of acrylic and is less sensitive to sunlight, touch or dampness, of course.

Acryltafel als Träger der 10 x 40 x 5 cm starken Holzelemente haben sich besonders bewährt. Die sorgen für eine präzise Hängung auch an “schwierigen Orten”  –   Acrylic plates 60 x 65 cm with works on wood (1 x 40 x 5 cm each); mind the volume of the panels and their sculptural dimension

Die Leinwände von 50 x 20 x 5 cm Größe wirken auf den Acryltafeln sehr klar und heben die Arbeit auch von einer belebten Umgebung so ab, das ein “Raum für sich” entsteht  –   With 70 x 100 cm plates I used canvas of 50 x 20 x 4 cm; their small format can be mounted precisely and keeps this clean look even if mounted in a semi public area 

 

 

Teich - Pond

Wasser – Water (II)

wasserartig, 5-teiliges Objekt im Kunstverein Nümbrecht

#865, wasserartig (hier im KV Nümbrecht 2016)

Noch einmal: Wasser

In der Wendener Hütte, einem renommierten Industriemuseum, gibt es eine schöne Ausstellung mit dem Titel wasserähnlich (deutsch: wasserARTig), die mit der Bedeutung von kunstvoll spielt. Eines meiner Exponate ist die Arbeit „Like Water“, bestehend aus fünf mit Acryl bemalten Holzelementen von 15 x 60 x 5 cm. Die Gesamtgröße beträgt 60 x 315 cm.

Die Ausstellung warf für mich die Frage auf, welche Rolle das Thema Wasser in meiner Arbeit bisher gespielt hat. Schließlich ist es wichtig für den Menschen: Unser Körper enthält viel Wasser, wir benötigen Wasser dringend zum Leben und es ist weltweit eine Ressource, um die zunehmend gestritten wird. Mangel und Verschmutzung drohen als Gefahren.

Die fünfteilige Arbeit ganz oben sollte nicht einen tatsächlichen Eindruck davon vermitteln, wie Wasser aussieht. Ausgangspunkt des Schaffensprozesses war (wie so oft) eine Reihe von Farben, die mich angesprochen haben, die grünen Türkis- und Rotbrauntöne und dann die Bewegung des Pinsels über die Elemente, die die Teile miteinander verbinden. Der Prozess verlief fließend und die Farbspuren berichteten darüber. Insofern hatte es eine gewisse Qualität von fließendem Wasser, das die Wasserpflanzen unter die Oberfläche bewegte. So kam mir dieser Titel in den Sinn, obwohl ich meine Arbeiten nummeriert habe. Ich mag die Suche nach Titeln nicht und bevorzuge die Offenheit der Bedeutungen. Trotzdem ist es schön, etwas Schönes und Charakteristisches aus de Naturerfahrung mit ins Bild hinein nehmen zu können, es so zu filtern und zu verdichten.

Wasser als Sujet bei den Arbeiten Bucht II und Bucht I, in der Mitte die Arbeit Cityscape

Dortmund, BIG Gallery 2019: Bucht II, Cityscape und Bucht I, Acryl/Leinwand

 

Etwas anders sind Bucht I und II gestaltet, die aktuell in der Galerie der Sparkasse Bad Berleburg ausgestellt sind. Im Unterschied zu den eher geschlossenen Farboberflächen, die wir hier in „like water“ sehen, ist viel Weiß ein wesentlicher Bestandteil der Malerei.

Die Arbeit erinnert an Aquarellbilder (sic!), in denen Künstler seit dem 19. Jahrhundert das Weiß des Papiers verwenden, um Farben aufzuhellen, anstatt das traditionelle Chinesische Weiß zu verwenden, wodurch die Farben aber kreidiger werden. Das Ziel meiner Bilder war es, auch in den unteren Bereichen der Bilder die Blautöne aufzunehmen, die leicht mit dem Himmel in Verbindung zu bringen sind, um Himmel und Erde im Gleichgewicht zu halten. Auch hier verbinden sich formal-gestalterische Fragen der Malerei nach Figur und Grund, Unten und Oben mit Erfahrungen und Eindrücken aus der Natur. Diese entspricht durchaus klassischen Motiven der Landschaftsmalerei, die jedoch durch ihre Umsetzung den schnellen Blick auf scheinbar Vertrautes bremst.

 

Wasser? Das Blau zwischen den Formen könnte die Himmelsspiegelung in einer Pfütze sein.

Pfütze I, Acryl/Leinwand, montiert – Puddle I, Acrylic/Canvas, mounted

 

Die Pfütze rückt ein Bildmotiv in den Blick, das nicht gerade typische für übliche Auffassungen von Landschaftsmalerei steht. Eher unbeachtet oder sogar lästig entfaltet sie hier ein Potenzial für eine spannende Farbkomposition und eine Einladung, Räume und Bewegungen zu entdecken. Das Bild hebt die Trennungslinie von Himmel und Erde aufund die Inhalte, vielleicht ein Eindruck nach einem starken Regen, entsteht auf einer assoziativen Ebene.

 

Waser, Wind und Wellen - die Assoziation hat unser Gehrin nach ein paar Pinselstrichen schnell angeboten.

Strand, Acryl/Papier – Beach, Acrylic/Paper

 

Ein noch anderes malerisches Vorgehen zeigt sich in diesem Beispiel: Die drei Bildfelder sind schwach blau grundiert, eine Technik der Untermalung, wie sie in de Barockmalerei Standard war. Die frei und pastos darauf gesetzten Farbbewegungen halten die Wahrnehmung in der Schwebe: Ist das Blau geschilderter Gegenstand, etwa Wasser und Himmel, oder lediglich Grundierung, vor der frei schwebende Farbflächen ihre gestalterischen Möglichkeiten zeigen?

Wasser und Meer als überlegte Themen haben sich in meiner Arbeit über die Jahre sehr verbreitet. Ich kann der Atmosphäre nicht entkommen, die immer eingeschlossen ist, der Entspannung, der Sehnsucht, den Naturkräften in ihren verschiedenen Erscheinungsformen.

 

Water

At Wendener Hütte, a renowned industrial museum, there is nice exhibtion called water-like (German: wasserARTig) playing with the meaning of artful). One of my exhibits is the work „Like Water“, consisting of five wooden elements of 15 x 60 x 5 cm painted with acrylic. Complete size is 60 x 315 cm.

The show triggered my question how far the topic of water has played a role in my work.

This five part work was not intended to give an actual view of how water looks like. Starting point oft he creative process was (as most times) a set of colours which appealed to me, the green turquoise and reddish brown tones and then the movement oft he brush across the elements joining the pieces together. The process had something of a flow and the traces of colour told about it. In so far it had some quality of flowing water moving the water plants under the surface. So this title came to my mind in spite oft he fact that I have turned to numbering my work. I do not like the search for titles and prefer the openness of meanings.

A bit different are Buchgt I and II, at the moment on display at the gallery of Sparkasse Bad Berleburg. Different to the rather closed surface of paint we see in „like water“ here a lot of white makes up a vital part of the paintings. The work reminds of watercolour paintings (sic!) where since the 19th century artists have included the white of paper to brighten up colours instead of the use of Chinese White, which makes colours more chalky. The aim of these paintings was to include the blue tones easily associated with sky in the lower areas oft he paintings, too, so as to keep up und down, sky and earth in a balance.

My puddles have had a similar aim: to abolish the demarkation beween earth and sky, in effect probably reminding of puddles left on the earth after a heavy rain, once perhaps a summer rain, the other perhaps more looking like autumn.

Water and the seaside as deliberate topics have really accourred in my work over the years. I cannot escape the atmosphere that is always included, relaxation, longing, the forces of nature in its various manifestations.

wasserARTig – like water

#865 wasserartig, hier im KV Nümbrecht 2016, Acryl auf Holz / Acrylic on wood

wasserARTIG

Ein Bezirk des BBK (Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler) hat eine Auswahl an Künstlern und Werken für eine Ausstellung im Industriemuseum Wendener Hütte zusammengestellt. Die Szenerie ist wunderschön und über die Atmosphäre der gut erhaltenen Hüttenanlage hinaus lieben die Besucher auch  den Gang um den angelegten Teich, der zur Wasserversorgung von Öfen und Hammerwerken angelegt worden ist.

Das Wasser ist auch Thema der Ausstellung und ich freue mich, dass u.a. meine Arbeit “Wie Wasser” hier einen guten Ort gefunden hat. Sie ist typisch für Dinge, die mich in den letzten Jahren beschäftigt haben, für Entdeckungen, die Anfang und Ergebnis gleicherweise sind.

Zuerst einmal besteht es aus fünf Tafeln, die in deutlicher Distanz zueinander positioniert sind. Genau genommen ist es sogar exakt die Höhe der Elemente, so dass eine formale Beziehung entsteht. Zum zweiten findet sich das Element der Dynamik, die das Auge des Betrachters auf eine Reise schickt. Sie bindet die Tafeln trotz ihrer Abstände  zusammen zu einem Ganzen und beschäftigt das Auge für eine ganze Weile: Das Ganze ist nicht zu schwer, um es zu akzeptieren, aber man erreicht nicht so leicht den Punkt, an dem man meint, alles gesehen zu haben und wolle nun weiter zum nächsten interessanten Objekt gehen.

 

Farben und Formen haben sich aus spontanen Entscheidungen ergeben, wahrscheinlich davon beeinflusst, dass ich einen andersartigen Ansatz haben wollte, als bei den Gemälden, die davor entstanden waren.

 

 

 

 


Normalerweise setzte ich an diesem Punkt in meiner Malerei einige großflächige Farben und Strukturen, um einen Anfang zu haben, der eine anregenden Richtungsangabe für die Weiterarbeit liefert. Ich vergleiche den Prozess immer mit einem Trichter, der anfangs noch weit offen ist und sich dann immer weiter verengt, bis die Entscheidungen des Künstlers meist ganz sorgfältig und überlegt sein müssen, um die Arbeit zu einen guten Ergebnis zu führen. Hier hatte die Zusammenstellung von Blaugrün ergänzt mit Blau und Rotbraun für mich eine Assoziation von Wasserpflanzen ausgelöst, aber ohne , dass man eine genaue Vorstellung von einzelnen Objekten und Details hätte. Es blieb bei einem suggestiven Gesamteindruck, was der Sinnsuche des Besuchers zwar Anregungen, nicht aber die Festlegung liefern sollte.

In den zusätzlichen Detailaufnahmen sieht man, dass die Bildtafeln eigentlich hölzerne Quader darstellen, nicht nur einfach Leinwände. Ich mag die Vorstellung, dass die Malerei einen Raum für den Betrachter öffnet, in den er schaut. Aber hier entsteht gleichzeitig die unmissverständliche Aussage, dass es sich bei dem Werk um ein plastisches Objekt vor der Wand handelt. Bin ich mit meiner Seherfahrung nun vor der Wand oder hinter der Wand? Der Schwebezustand ist gut. Noch besser wird es, wenn man sich die Dimensionen bewusst macht. Die Arbeit ist über 3m breit und das hat Folgen für das Sehen: Man kommt gerne näher, will man doch gerne die Details sehen, tritt dann zurück, weil man den Gesamteindruck erfassen möchte. Der unterscheidet sich außerdem, je nachdem, ob man von links, von rechts oder frontal schaut. Es gibt also viel zu sehen und das Werk bringt den Betrachter buchstäblich in Bewegung.


Like Water 

A branch of the BBK (a corporation of German artists) has put up a selection of artists being represented with an exhibition at the industrial Museum Wendener Hütte. The setting is beautiful and besides the atmosphere of the well kept buildings people love walking around the impressive Pond. It has originally been built for the supply of water needed for the ovens and hammer mills.

Water is as well the topic of this exhibtion and I am glad I could provide my work “Like Water” here which has found a perfect place in the context of this exhibtion. The work ist typical for elements of my work which have come up over the last years, which have marked the beginnings and the results of my work at the same time.

First it consists of five panels which are set at a remarkable distance, actually the hight of the elements so there is a formal relationship. Second there ist the elements of movement, of a dynamic language sending the eye on a journey. It links the Panels together despite their distance and keeps eye and mind busy for a while: It is not too difficult to accept but not so easy to reach the point where you think you have seen everything and might move on the the next inetresting thing in your life.

Colours and forms have been spontaneous decisions, probably influenced by the impulse of using a different starting point than with the paintings I had recently finished. So the usual way for me ist at this point to leave some marks of paint large enough to have a sort of main structure which might give a direction for the decisions to follow. I always like it to a funnel being wide open at the beginning of the process and that narrowing down to points where decisions have to be made rather carefully until the work is finished. Here you can see some early stages where colours need some further look. In this case the turquoise green and some complementing blues end reddish browns added up to an impression of moving water plants. But it stayed on the level of an open association not a description limiting the meaning of the work.

In the photos giving details of the panels you will notice that the painting ist done actually on wooden boxes, not the usual canvasses. I like the idea, that a painting might look like a window opening into the fictional world of a painting. But here we have at the same time an unmistakable signal, that we are looking at a threedimensional object which is mounted on the wall. Again the interpreting mind is kept in balance of two meanings.

Moreover I have chosen to paint the sides of the boxes as well. I have been doing this for some years now and if there is enough space on the top, bottom and side surfaces it might remind us of looking into a sort of aquarium with lots of forms and colours inside. Given the size of the painting, it is 10.5 ft. wide and 2 ft. high, it it keeps the visitor moving wherever I show it: People come closer looking as the work offers lots of Detail. They step back to see more of it at once which is not easy.  And then they find out that it lookes different depending on if you are looking from the right, from the left or if you go for a front view. You see there is a lot on offer!

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Frühjahr – Springtime

Frühling im Atelier – Springtime in the Studio

Der kälteste Teil des Winters scheint vorüber zu sein und die Temperaturen steigen wieder. Nach einem Wochenende mi 20°C war sie wieder auf 5°C gesunken und die Nächte waren frostig. Aber jetzt schauen wir erwartungsvoll auf ein paar wärmere Tage und eine lebhaftere Zeit.

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Drucksachen in der Auslage, print material on display

Das Atelier ist aufgeräumt und gesäubert, die Wände gestaltet und inzwischen ist auch die zweite Ausstellung des Jahres schon vorbei. Drei große Leinwandarbeiten werden aktuell in der BIGGallery Dortmund gezeigt. Der BBK Bezirk Südwestfalen nutzt den wunderbaren Raum schon einige Jahre für seine Ausstellungen. Der große und helle Raum mit seinem Glasdach ist perfekt für unsere Präsentationen. Als die berühmte Dortmunder Union Brauerei geschlossen wurde, war diese Gebäude ein Teil des Konzepts zur Revitalisierung des Bezirks, der so schön in der Nähe der Innenstadt liegt.

this picture is about art, artwork, painting, perception, exhibition, movementKirsten Schwarz, die auch den Katalogtext verfasst hat, hatte die Einführung in die ausgestellten Kunstwerke und die dahinterstehenden Künstlerinnen und Künstler gegeben. Jan Backhaus, Filmemacher und Teil der Aussteller, hatte durch seine Musik die Eröffnung begleitet und noch zusätzliche Farbe und Atmosphäre in die Eröffnung gebracht. Alle Künstler hatte diesmal mehr Raum als sonst zur Verfügung und damit mehr Möglichkeit zu zeigen, worum es in ihrer Kunst eigentlich ging.

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Eddy Pinke. Arbeiten auf Papier und auf Leinwand – works on paper and on canvas

Danach wartete die zweite Ausstellung auf ihre Besucher: Eddy Pinke, eine Künstlerkollege aus Münster besuchte mich mit einem Packen Arbeiten für eine Wochenendausstellung. I mochte seine kraftvollen Arbeiten mit ihrer Farbigkeit und Kompositionsstärke schon immer gerne und wenn er über seine Arbeiten sprach, gab es immer Passagen, in denen wir Parallelen in unserer Malerei fanden. Die Presse (danke an die Siegener Zeitung) hatte einen lebhaften Vorbericht von unserer Ausstellung gebracht und so hatten wir Samstag und Sonntag eine Vielzahl interessierter Gäste.

this picture is about art, artwork, painting, perception, exhibition, movementGestern war ein Treffen mit unseren neuen Wuppertaler Partnern. Die BKG (Bergische Kunstgenossenschaft) und die ASK (Arbeitsgemeinschaft Siegerländer Künstlerinnen und Künstler) planen eine Kooperation auf verschiedenen Ebenen. So besuchten wir gemeinsam die Räum der Städtischen Galerie Haus Seel. Im Mai wird eine Gruppe von ihnen an unserer jährlichen Frühjahrsausstellung teilnehmen, was sicher Thema in einem der nächsten Posts sein wird.

Aber jetzt geht es erst einmal an die Vorbereitungen für April und Mai.

 

Springtime in the Studio

The coldest part of winter seems to be over by now and temperature is gaining again. After a weekend of about 20°C it had dropped down to 5°C and frosty nights had returned. But now we are looking forward to some warmer days and a livelier time.

The studio is tidied up and cleaned, the walls freshly decorated and even my second exhibition of the year is already over by now. Three large canvas pieces are on show already at the BIGGallery in Dortmund. The BBK artists group has been using this wonderful space for some years now for annual projects. This wide, bright room with glass roof and a clear design is perfect for our presentations. When the famous “Dortmunder Union” brewery had closed down this building had become part of the revitalization concept of the area near to Dortmund’s city center.

Kirsten Schwarz, who is also author of the catalogue text, had given the introduction into the works shown and the artists behind them.

Jan Backhaus, filmmaker and art of the artists’ team, had accompanied the opening of the exhibition by way of his music and added some more colour and atmosphere to the event. All artists had more space than usual at our group exhibitions and so was able to give a more profound idea of what their artistic concept was pursuing.

The next show was waiting for visitors: Eddy Pinke, my artist colleague from Münster, has been visiting my studio with a bunch of paintings for an exhibition weekend. I have always liked his powerful way to work with colour and composition and when he talks about his work there are always passages where we find parallels in our work. The press (thanks to Siegener Zeitung) had given a lively impression of our works in a preview and so we were happy to have a lot of interested visitors on Saturday and Sunday.

this picture is about art, artwork, painting, perception, exhibition, movementYesterday there was a meeting with our new art partners from Wuppertal. The BKG (Bergische Kunstgenossenschaft) and the ASK (Siegen Artists) are planning a cooperation on various levels. After having visited their space at the Kolkmann Haus Wuppertal we visited the rooms of Haus Seel, the municipal gallery of Siegen. In Mai a group of their artist will take part in our annual spring exhibition, which will surely turn up in some future post.

But for now it is preparing the activities for April and May.

 

architecture, industrial site

Architektur – Architecture

In meiner Malerei gibt es wiederkehrende Elemente. Neben der Natur, die ganz offensichtlich meine künstlerische Sprache geformt hat, findet sich die Architektur. Als ich auf diese ältere Arbeit von mir stieß, sie erinnert mich an einen Maschinenraum in einer Industrieanlage, verglich ich sie mit einigen neueren Arbeiten und dachte darüber nach, wie sich der Fokus meiner Arbeit über die Jahre verschoben hat.

Ich finde die Farben immer noch wunderbar. Sie schaffen Licht und Atmosphäre. Sie klären die Formen einerseits und schaffen andererseits ein kompositorisches Zusammenspiel. Das subtile Farbenspiel in den Flächen bringt die Flächen zum Leben und macht das Bild einladend.

paainting, architecture

ohne Titel (Maschinenraum), Bildobjekt Acryl auf Holz

In der zweiten Arbeit, die ganz aktuell ist, sind die Farben viel leuchtender, ohne aufdringlich zu werden. Die Komposition ist natürlich viel freier als im oberen Bild. Was ich an dem Bildkonzept mag, ist dass es im ersten Moment recht simpel erscheint, aber dann doch das Auge recht lange beschäftigt. Große Partien bestehen aus Gelb und Ocker, ein wenig Rot und Grün kommt hinzu und das war es dann auch. Aber trotzdem lädt es das Auge und besonders den Kopf ein zu erkunden, was hinter den Elementen steckt. Sie deuten auf Architektur, aber wenn man die Linien und Formen verfolgt, so passt das Gesehen nicht zu einem traditionell räumlichen Bild. Es scheint eher kubistische Mittel der Bildkonstruktion zu benutzen. Der malerische Stil öffnet die Struktur, die in klassisch kubistischen Bildern oft kalt und streng wirkt.

Architektur, Natur

ohne Titel (sonniges Gebilde)

Mehr tanzend und in freier Bewegung finden sich die Bildelemente in der Zeichnung, der dritten Abbildung. Während sie Elemente enthält, die uns vielleicht an eine Straßenszene denken lassen, ist sie noch viel freier als das vorige Gemälde. Sie zeigt Bewegungen einer menschlichen Hand, die lebhafte und locker wirkende Markierungen und Spuren in der Fläche hinterlassen hat. Was ich an dieser Art Arbeit sehr mag ist die Verbindung aus freier gestischer Arbeit, die teils schon an Kalligrafie erinnert, in Verbindung mit dem Beweis, wie schnell unser Gehirn anfängt, Inhalte, Bedeutungen, Sinn zu entdecken und dem Gesehenen Bedeutung zu verschaffen, das ja eigentlich nur aus ein wenig Tinte und Karton besteht.

 

In my paintings you will find certain recurrent topics. Besides nature which obviously has formed my artistic language most there is architecture. When I came across this older piece of work of mine, it reminds me of a machine room in an industrial plant; I compared it to some newer ones and thought how the focus of my interest has shifted over the last years.

I still find the colours lovely. They create light and atmosphere. They make the forms stand out clearly while supporting their interaction in the composition. The subtle colour changes in the areas make the work come alive and the painting inviting.

In the second work which is quite recent the colours are much brighter without becoming obtrusive. The composition is much more free of course than in the picture on top of this page. What I like about this concept of work is that it seems to be quite plain at first sight but it holds the eye for quite a long time. Large parts consist of yellow and ochre, a bit of red and green to add and that’s it. But anyway it invites the eye and especially the mind to detect what lies behind the forms and structures. They remind of architectural elements but pursuing the lines and structures they do not fit into something like a traditional perspective drawing. It seems to use more of the cubist tools of construction. The painterly style opens the structure which in traditional cubist works often tends to be cold and rigid.

 

Tuschezeichnung, Architektur, Stadtszene

ohne Titel (Stadtszene)

More dancing and free movement can be found in the drawing. Containing elements which might remind us of a street scene the structure is even more free, showing us the traces of a human hand moving across the plane and leaving its marks and traces. What I personally love most about this attitude is this combination of free gestural work, even a bit calligraphic in its effect, with the proof how our mind instantly starts detecting meaning, contents, any kind of sense and explanation for what is given with this piece of ink and cardboard.

 

Weben – Weaving

 

 

 

(work in progress, detail)

 

Auf der Suche nach der Reduktion? Oder etwas aus dem Malprozess heraus entwickeln? Ich bin mir nicht sicher, was aktuell mein Thema ist. Wahrscheinlich stimmen beide Beschreibungen.

 Looking for ways of reduction? Or working my way out of the process of painting? I am not sure what the actual topic is. Probably both descriptions are valid.

 

 

Wie viele andere Künstler fand ich es immer faszinierend, was mein Farbmaterial selbst an Wirkungen entfaltete, während ich damit arbeitete: Vielleicht war ich gerade damit beschäftigt, eine Vorstellung von Licht oder Volumen umzusetzen, wenn das mehr oder weniger flüssige, manchmal auch regelrecht klebrige Material Spuren und Strukturen erzeugte,  die ihre eigene visuelle Qualität und Daseinsberechtigung entwickelten. Sprechen Sie mit einem Maler und Sie werden eine ähnliche Geschichte hören.

Neugierde hilft. Versuche, einfach mal ein paar zufällige Spuren auf einem Untergrund zu hinterlassen und schaue, wie eine Kombination von Farben oder die Verbindung von Hand- und Körperbewegung etwas Besonderes entstehen lässt. Natürlich taucht die Frage nach Bewusstsein und Steuerung auf und es zeigt sich, dass es ein ausbalancierter Prozess von Intuition und Spiel einerseits und andererseits Kontrolle und bewusster Komposition wird.

Like many other artists I found it always fascinating what the material of paint was doing while I worked with it: Perhaps I was pursuing some idea of light or volume in my painting when the more or less fluid or even sticky material produces traces and structures which “just came out” and developed a visual quality of its won right. Talk to a painter and you will hear a similar story.

Curiosity helps. Just try to leave a few casual marks on the surface and see how a combination of colours and a certain movement of hands and body create something specific. Developing a lively structure it invites me to follow this line and so how a painting might grow. Surely the question of control will come up. It turns out to become a balanced process between intuition and playfulness vs. control and composition.

 

 

Ausschnitt aus einer “Sequenziellen Arbeit” von 6 Abschnitten, Acryl/Karton

Detail of a “Sequential Work” of 6 segments, acrylic on paper

 

 

Manchmal ist es ein Vorteil, meine Grundstruktur erst einmal zu definieren, indem ich eine Schicht Farbe als Untergrund auftrage.

Sometimes it helps to define my basic structure beforehand by giving a layer of paint to the background.

Das kann dazu führen, dass dies alleine schon “Form wird” und einen eigenen Bildansatz darstellt.

Sometimes it turns our to develop a form of its own and become part of a new work,

 


Immer hilfreich: Die Farbe lieben!

Always helpful: love color 😉

Knackiges Schwarz – Crisp Black

Die Farben scheinen aus der Landschaft ausgewaschen und verschiedene Grau- und Brauntöne haben die Herrschaft übernommen. Irgendwie scheint das zu dem zu passen, was sich aktuell als Impuls im Atelier entwickelt hat:
Zu den Grundlagen immer mal wieder zurückkommen ist in den Ateliers eine klassische Erfahrung. Entwicklungen scheinen zu kompliziert, man hat zu viele Alternativen oder man kämpft einfach mit einem sonstigen Problem: Es gibt immer den Weg, zu den Grundlagen und Vereinfachungen zurückzukommen. In meiner Einzelausstellung GrundStücksBesichtigung zeigte sich 2010 diese Struktur, immer wieder zu alten Erfahrungen und Themen zurückzukommen, den Boden zu bearbeiten wie ein Gärtner, der interessiert schaut, was sich entwickelt hat oder worum man sich kümmern muss.

Diesmal ist es der Weg zurück zu Linie. Im Verlauf des Jahres hatte ich erste großformatige Zeichnungen gemacht, die im Charakter sehr kalligrafisch und erzählerisch wirkten.
Im Gegensatz zu diesen sollten die neuen Zeichnungen viel einfacher und geometrischer werden. Ich wollte ausprobieren, was wir benötigen, um das Auge dazu zu bringen, das Gesehen zu deuten und auch, wie viel freie Fläche man lassen kann, ohne dass der Betrachter das Gefühl verliert, auf irgend eine Art von Gegenstand im Bild zu schauen.

Die alte Regel, sich drei Linien in einem Punkt treffen zulassen, damit sie einen dreidimensionalen Eindruck hervorrufen, funktionierte immer noch perfekt. Die Tatsache, dass das Gehirn nicht erwartet, dass jede einzelne Linie im Bild erklärbar ist, löste eine nette Abschweifung im Prozess aus. Ein paar Stolperstellen einzubauen, an denen die geometrische Vorstellung nicht recht funktioniert, war auch nett. Lediglich Vierecke zu benutzen, um durch Überlappung Raum zu erzeugen, war auch gut und führte zu zeichnerischen Konzepten von Paul Klee und Kandinsky zurück.


Eine andere, unerwartete Erfahrung: in meiner damaligen Ausstellung “mehr weniger” im Jahr 2004 hatte ich rein weiße Arbeiten gezeigt, was mit dem Frühlingslicht damals ganz wunderbar gewirkt hatte.

 

Nun fand ich es plötzlich überzeugend, mit weißen Linien auf schwarzem Karton zu arbeiten.
Auch nach so vielen Jahren weiß man nie, welche Überraschung sich im Atelier noch so verbirgt.

Colours seem to be drained from our countryside by now and various greys and browns have taken over. Somehow this seems to fit in with the impulse at the studio at the moment.

Returning to basics then and again is an experience quite common in the arts. Finding developments too complicated, having too many choices or just struggling with a problem, – there is always the way to return to basic means and relations. My solo show “GrundStücksBesichtigung” (translated something like “visiting your grounds”) in 2010 showed these structures of moving on and returning to former experiences and topics at the same time, working the ground like a gardener who looks with interest to what has developed or has to be cared for.

This time for me it is going back to the line. Over the year I had made some first drawings in various sizes. In spring I had already done some large-scale drawings which turned out to be quite calligraphic and narrative in character.

In contrast to those earlier ones the structures now were meant to be much plainer and more geometrical. I wanted to explore how we need to trigger the eye to search for interpretations, how much empty space could be left without losing the impression that it was some kind of object we are looking at.
The old rule of three lines joining at some point and forming a three-dimensional impression worked fine. The fact that the mind does not expect that each and every line is explicable was another nice digression. Building in some “funny” spots where geometry does not work at all was fine as well. Using just squares overlapping to induce the idea of space was right and led back to Paul Klee’s and Kandinsky’s graphic concepts.

Another unexpected experience: With my exhibition “more less” in 2004 in had shown all-white works which was wonderful with that spring time light at that time. Now I found it more convincing to have the black cardboard with white lines to work with. After all these years you never know what comes around the corner at the studio.

Alt Neu – Old New

Zurück von der Kunstbörse in Gummersbach war das Atelier erst einmal ziemlich vollgestopft und es brauchte einige Zeit, um alles wieder an Ort und Stelle zu verstauen. Aber es hat mir geholfen, einige Dinge besser zu organisieren als vorher, ein zusätzlicher Punkt, warum sich das Wochenende gelohnt hat. Ich konnte einige neue und spannende Kontakte zu Kunstliebhabern aufbauen, Kollegen wie auch Besucher. Nun bin ich gespannt auf das, was da kommen mag.Das Atelier in Ordnung bringen hieß auch, wieder ein paar Arbeiten zu hängen, wo Wandfläche frei war, und ich freute mich wieder über ein paar Leinwandarbeiten, die lange verpackt und verstaut vor meinem Blick verschwunden gewesen waren. Wie schön, wieder in die Atmosphäre und die Räume einzutauchen.

Acryl, Leinwand / Acrylic, canvas

Gespräche über einige meiner plastischen Objekte gaben mir den Anstoß, mir diesen Teil meiner Arbeiten och einmal genauer anzuschauen. Vor einiger Zeit hatte ich eine Anzahl von Objektkästen gemacht, in denen Karton-Objekte gezeigt waren. Sie waren in der Art einer Silhouettendarstellung von dreidimensionalen Objekten geschnitten. Ihre Komposition erreichte ein Stück Raumillusion, die aber gleichzeitig mit einer starken linearen Formkompositon verbunden war. Spannend!

Ihre Präsentation auf der Kunstbörse hatte die Aufmerksamkeit einiger Besucher auf sich gezogen und da die Arbeit in diesem Jahr sehr stark auf die Auseinandersetzung mit Grundstrukturen geprägt war, könnte dies ja gut in die aktuelle Entwicklung passen. Die Dinge entwickeln sich weiter.

Back from Gummersbach Artfair the studio was crammed again and it took some time to get everything back into place. Anyway, it has helped to get some things organized better than they have been before, another point that made the weekend worth preparing for. I could make some new and amazing contacts with art lovers, colleagues and visitors as well. Now I am looking forward to whatever is going to come.

Fixing the studio meant hanging some works again, too, where wall space was left and I enjoyed some items on canvas again which had been wrapped and shelved for some time. Nice to delve into this atmosphere and these spaces again. Talking about some sculptural items of mine at the fair gave me an impulse to look into this streak of work again. Some time ago I had made a number of display boxes showing cardboard objects. They had been cut the way you would make a silhouette drawing of some technical 3-D object. Their composition resulted in a bit of optical illusion of space but at the same time a reduction to strong linear compositional powers. Amazing!

Their display at the fair caught the attention of some visitors and as this year has resulted in going back to basic structures this might fit in well with the tide. Things are developing further.


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