ASK Winter 2015

Save the Date: ZWISCHEN – RÄUME Do 26.11.15

Bitte vormerken:

In der Zeit vom Freitag 27. November bis Sonntag 20.12.2015 zeigt die ASK (Arbeitsgemeinschaft Siegerländer Künstlerinnen und Künstler e.V.) ihre jährliche Winter-Ausstellung in der Städtischen Galerie Haus Seel, Siegen.

Eröffnung durch den Bürgermeister der Stadt Siegen ist am
Donnerstag 26. November 2015 um 19 h, die Einführung in die Ausstellung macht die Kunsthistorikerin Kirsten Schwarz.

Traditionell werden auf dieser Ausstellung die jährlichen Neuaufnahmen der Gruppe vorgestellt,  diesem Jahr

Kristian Kosch und Kurt Wiesner.

Einen Einblick in aktuelle Arbeiten der Gruppe geben:

Kai Körner, Stella Kown-Mockenhaupt, Silke Krah, Michael G.  Müller, Bruno Obermann, Ingo Schultze-Schnabl, Helga Seekamp, Susanne Skalski und Stefanie Süßenbach

 

 

Starting Friday November 27th the Siegen group of artists ASK shows its annual winter exhibition at the municipal art gallery Städtische Galerie Haus Seel, Siegen. Opening will be held by the Lord Mayor of Siegen on Thursday 26 at 7 pm, an introduction to the artworks will be given by Kirsten Schwarz, art historian.

The new members of the artists group

Kristian Kosch und Kurt Wiesner

will be presented with theirs works.

Furthermore the following artist will give insight into their year’s  work  :

Kai Körner, Stella Kown-Mockenhaupt, Silke Krah, Michael G.  Müller, Bruno Obermann, Ingo Schultze-Schnabl, Helga Seekamp, Susanne Skalski und Stefanie Süßenbach

 

Ai Weiwei – Destruction Construction (I.)

Sir Joshua Reynolds, Royal Academy of Arts, London with Ai Weiwei trees

Sir Joshua Reynolds, Royal Academy of Arts, London with Ai Weiwei Trees

 

Betritt man derzeit den Hof der Royal Academy of Art in London wird de Besucher eine Gruppe von Bäumen in der Mitte vorfinden, oder noch genauer gesagt: man wird mit einer Gruppe von Bäumen konfrontiert. Ohne Blätter und kleinere Zweige präsentieren sie ihre rohen,  knochenartigen Formen, die nicht unähnlich Krallen in den Himmel ragen. Bei näherer Betrachtung stellt man fest, dass die Stämme und Äste von den schweren Zeiten erzählen, die sie gesehen haben, und darüber hinaus sind sie nicht von der Natur so geformt, sondern wurden mithilfe von massiven Bolzen und Muttern so zusammenbaut.

Die Konstruktion erinnert an Zerfall, aber nicht das natürliche Schicksal, sondern ihre Proportionen zu provozieren Vorstellungen von Gewalt, unterstrichen durch die massive Konstruktion, die diese Teile zusammenhält, die offensichtlich nicht zueinander gehören. Die Holzteile stammen aus Gegenden, in denen die Umwelt bedingt durch die industrielle Entwicklung wurde stark geschädigt wurde. Die Bäume können die Widerstandskraft der Natur (hoffentlich) oder der Menschen verkörpern, die sich durch ihr politisches Engagement gegen diese Folgen stellen. So passt diese Gruppe von Skulpturen, diese Installation, perfekt in das allgemeine Konzept der Arbeiten, die in dieser Londoner Präsentation gezeigt werden.

Vielleicht ein persönliches Detail: Mich erinnerte das Motiv an den Zug des Waldes von Burnam Wood nach Dunsinane erinnert. In Shakespeares populärem  Drama Macbeth finden wir das Motiv zu Beginn als eine Zusicherung, dass die schlechte Tat des Helden sich nicht rächen wird und der Mörder mit seinen Plänen davonkommt. Am Ende kommt dann doch die Angst (“I will not be afraid of death and bane, till Birnam forest come to Dunsinane“). Letztlich hat sich Burnam Wood tatsächlich nach Dunsinane bewegt und der Mörder kann seinem wahren Schicksal nicht entrinnen.

In unserem Fall hier in London hat dieser Wald seinen Weg durch eine Aktion von Crowd Funding gemacht. Mehr als 120.000 GBP kamen über das Internet zusammen. Auch dies ein Denkanstoß! Aber auch nicht unstrittig. So ist der Redaktur des Deutschlandfunks nicht so überzeugt. So ist eben Kunst 😉

 

Ai Weiwei Trees, Royal Academy, London October 2015

 

Entering the courtyard of the Royal Academy of Art in London these days you will see a group of trees in the centre, or even more precise: you will be confronted with a group of trees. Bare of leaves and small twigs they present their raw bonelike mass reaching not unlike claws  into the sky.

Looking closer you find that the stems and braches tell of the hard times they have seen and furthermore they are not naturally shaped like this but seem to be put together by massive bolts and nuts.

The construction reminds of decay, but not fate given by nature but their proportions provoke ideas of violence underlined by the massive construction which holds the part together which obviously do not belong to each other. The wooden parts have been collected from areas where the environment has been heavily inflicted industrial development. The trees might incorporate the power of resistance, possibly by nature (hopefully) or by mankind, by political activities of citizens. So this group fits perfectly well into the general concept of works shown in this London presentation.

Perhaps a personal detail: I was reminded of the motive of Burnam Wood moving to Dunsinane. In Shakespear’s popular drama Macbeth we find it at the beginning as the assurance that the bad deed will not be revenged and the killer will get away with his plans. In the end he is hauted by fear (“I will not be afraid of death and bane, till Birnam forest come to Dunsinane”). Burnam Wood has indeed moved to Dunsinane and the killer cannot escape his true fate.

In our case here in London this wood has moved to the courtyard made possible by an action of crow funding. Over 120.000 GBP got together via internet. Just think of that!

Ai Weiwei trees , Courtyard of Royal Academy of Arts, London 2015

Ai Weiwei Trees , Courtyard of Royal Academy of Arts, London 2015

Horizonte entdecken

Unter dem, Titel Horizonte entdecken – da berühren sich Himmel und Erde
zeigt der Kirchenkreis Siegen eine Ausstellung mit Werken des Künstlers

Eberhard Münch im
Gemeindezentrum an der Talkirche, Siegen-Geisweid in der Zeit vom
18.10. bis 15.11.2015

Zum Rahmenprogramm gehören zahlreiche interessante Veranstaltungen, u.a. ein Abend zum Thema

Bilderverbot der Kirche
am Dienstag, 20.10., 19.30 Uhr
ein Vortrag von Prof. Dr. Georg Plasger, Universität Siegen

und eine Talkrunde am
Donnerstag, 22.10. 19.30 Uhr

Talk zwischen Bildern: Bilder.Bibel.Babel.

Hier die Ankündigung:

Am Donnerstag, 22. Oktober 2015, 19.30 Uhr, wird in der Ausstellung „Horizonte entdecken“ im neuen „Gemeindezentrum mittendrin“ an der Talkirche Geisweid geredet. Über Bilder, über die Wirkung von Bildern, über Bilder im Kopf, über Bilder, auch mit Worten erzeugt. Erhellend, verwirrend, überraschend und sicherlich auch unterhaltsam. Es diskutieren die Werbedesignerin Judith Pospischil, der Künstler Ingo Schultze-Schnabl und Radio Siegen Chefredakteur Rüdiger Schlund. Das Gespräch moderiert Pfarrerin Silke van Doorn, Kulturbeauftragte des Ev. Kirchenkreises Siegen.

Hier gibt es die Information im Detail. Wir würden uns über zahlreichen Besuch freuen!

So 1. November 11 Uhr Ausstellung “210×30” BBK Dortmund

Die vier Dortmunder Künstlerverbände haben eine gemeinsame Ausstellung konzipiert, deren Vorgaben recht ungewöhnlich sind: Als Bildmaße wurde das extreme Hochformat 210×30 cm vorgegeben. Die Reaktionen der Künstlerinnen und Künstler waren gemischt. Für mich persönlich ist die schlanke Fläche schon lange ein Favorit.  

Am Sonntag, dem 1. November ist in der BIG gallery am Dortmunder U die Eröffnung, zu der ich herzlich einlade. Hier die Information dazu:


Zur Eröffnung der Ausstellung

210×30
am Sonntag, 1.11.2015 um 11.00 Uhr

laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein in die BIG gallery

Begrüssung:

Peter Kaetsch, Vorstand der BIG direkt gesund
Dr. Günter Rückert, Westfälischer Künstlerbund Dortmund
Einführung:

Dr. Hermann Ühlein, Kunsthistoriker

Die Dortmunder Künstlerverbände:
BBK Ruhrgebiet
BBK Westfalen
Dortmunder Gruppe
Westfälischer Künstlerbund Dortmund

BIG gallery am Dortmunder U
in der BIG direkt gesund
Rheinische Straße 1, 44137 Dortmund.

www.big-gallery.de

Öffnungszeiten:
mo. bis fr. 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr
sonntags 13.00 bis 17.00 Uhr
Eintritt frei

BBK 201x30 (2015)

Is God a Topic?

 

Spannend genug war der Radiobericht über die neu eröffnete Ausstellung im K21, der renommierten Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. The Problem of God heißt es dort englisch, ein guter Rahmen für die international hoch geachteten Aussteller. Ihre Arbeiten sind weit entfernt von Illustrationen biblischer Szenen, sondern sie zeigen, wie mit ihrens spezifischen Mitteln der Kunst schwierige Fragen und Thesen formuliert werden können.

Vor einigen Minuten stolperte ich über eine Zeile im Zusammenhang mit der Tate Modern in London. Für den 16. Oktober wurde dort eine Veranstaltung beworben, deren Titel “Suche nach Gott” lautet. Ist das nun Zufall oder sind wir an einer Stelle, wo wir mit einem neuen Bewusstsein die Grundlagen unserer Kultur abklopfen?  [1.10.2015]


Update

An einem verregneten Tag hat es dann doch geklappt, die Ausstellung anzuschauen. So schlimm waren die Staus um Köln dann doch nicht. Sehenswert ist die Ausstellung auf jeden Fall schon durch die atemberaubende Installation von Tomás Saraceno, die den gesamten Innenraum des Hauses überspannt und den Besucher (auf Wunsch) im vierten Stockwerk hoch über dem Boden in einem Netz gehen, liegen, sehen und nachdenken lässt, einem Netz, das mehrere große Kugeln wie ein Gehäuse einspannt und festhält. Das Gefühl von Freiheit, die Notwendigkeit, sich seines Halts zu vergewissern und die Möglichkeit, dies tatsächlich zu überprüfen könnten als metaphysische Aspekte wahrgenommen werden.

Die insgesamt gezeigten künstlerischen Positionen sind so vielfältig, dass jeder Besucher sicherlich Impulse mitnimmt. Persönlich fiel mir auf, dass der geschundene Mensch im Zentrum vieler Arbeiten steht. Ich frage mich, ob es erlaubt ist, auch andere Aspekte zu erwarten und welche das wohl sein mögen. Wie kann Kunst sich ernsthaft und nicht nur oberflächlich mit religiösen Überzeugungen auseinandersetzen? Ich muss sicherlich nochmals darüber nachdenken, aber aktuell erschienen mir die Antworten noch nicht hinreichend überzeugend. [15.10.2015]

youtube-link T. Saraceno

Interesting enough there was a report on the radio about a new exhibition at the K21, the well respected collection of modern art in public ownership. The title: The Problem of God, actually not in German but in English. Highly respected international artists show works which are far from illustrating biblical episodes but use their means to put forth noteworthy reflections on this topic.

Some minutes ago I stumbled over a news line connected with the Tate Modern, London, and a planned event there on October 16, “Searching for God“.  Did this happen by chance or is there a new sort of consciousness probing our cultural basics? [October 1, 2015]

Update

On a rainy day I finally managed to visit the exhibition. Traffic jams around Cologne were not all that awful in the end. The exhibition is certainly worth seeing. The breathtaking installation by Tomás Saraceno spanning the whole courtyard on the fourth level of the building offers the (willing) visitor the chance to walk on, lie on, look through and think about a wire net enclosing several large balls like a casing. The freedom, the necessity to reassure yourself that your are safely held and the possibility to prove that all this is the case may be seen as a metaphysical dimension.

All in all the exhibition shows (as could be expected) a large variety of artistic positions so every interested visitor will certainly find inspiring works. Personally I had the feeling that the battered man in all its varieties is predominant. Though everybody is asked in his life what his or her contribution is to make the world a little better and worth living for more people I was uncertain which other aspect one should expect in an exhibition of this title Is art seriously able to work about religious beliefs or on metaphysical topics. I certainly have to think that over but right now answers do not look exactly convincing on this point.   [October 15, 2015]