Die Zeit vergeht – Time Goes By

Über drei Monate, oh Mann! Als ich den Blog begann hatte ich mir selbst mehr Disziplin versprochen, mindesten einen Post pro Monat, eigentlich sogar zwei. Ich wollte für mich selbst festhalten, was im Atelier vor sich gegangen war und auch in meinem Kopf, was die Kunst anbetraf.

Und jetzt: nichts! Seit über drei Monaten, oh nein.

Nein, definitiv falsch: Eine Menge ist in den vergangenen Monaten geschehen, und die Verzögerung lag nicht nur an der extremen Hitze und Trockenheit, die wir nun seit Wochen haben.

Nach den vergangen Ausstellungen und den damit verbundenen Reiseterminen musste ich alles überprüfen und wieder wegräumen (eine Menge, fürchte ich, aber so ist das eben). Ein perfekter Zeitpunkt um gleich noch ein paar andere Dinge neu zu organisieren.

Das letzte Mail, dass das Atelier so schön aufgeräumt war, war im März, als meine Atelierausstellung fertig vorbereitet war und die auch gut angenommen wurde. Hier nochmals ein Dankeschön, an alle die vorbei gekommen sind.

Jetzt, wo alles fertig war, hatte ich Zeit, neue Dinge auszuprobieren, über die ich teils schon in den Blogbeiträgen von März und April berichtet habe.

Seitdem bin ich an diesen Punkten dran geblieben und habe viel skizziert. Einiges habe ich schon auf Instagram unter @schultze_schnabl gepostet. Ich finde es praktischer, male eben ein paar Dinge zu posten und dazu Rückmeldungen einzufangen als die Website mit neuen Abbildungen zu erweitern und gut organisiert zu halten. Aber da muss ich auch bald mal wieder ran.

Die Vorbereitung der kommenden Ausstellung in Netphen, die am 23. eröffnet wird, hat natürlich auch Zeit benötigt. Änderungen in meinen Arbeiten haben die Frage aufgeworfen, was ich eigentlich tue (ein paar Antworte habe ich wohl gefunden). Das braucht seine Zeit, und die Tatsache, dass ich einen großen Raum mit entsprechenden Abständen habe sowie zwei Büroetagen, muss auch gut geplant werden, damit ein gutes visuelles Gesamtkonzept entsteht.

Also: Herzliche Einladung für den 23. August 2018 und dann geht es im nächsten Beitrag weiter.

 

More than 3 month, oh dear! When starting this blog I promised myself a better discipline than this, to check every month (even twice per month) what was going on in the studio or in my mind as far as it was related to art.

And now: nothing! For more than 3 months, oh no!

No, definitely wrong. A lot has been going on in this time and the delay was not only due to excessive heat and draught for weeks now.

After recent exhibitions I tried to check and stow away what was returning (a lot I am afraid but that’s how it is). A perfect time to reorganize some more things.

Last time I had my studio in perfect order was in March when everything was prepared for the studio show which was well received. Thanks to everybody who dropped in.

With everything ready I had the time to try out some new things some of which I have already posted in March and April.

It has kept me going since and I have done a lot of sketching. Some of the results have been posted on Instagram since, see them at @schultze_schnabl. I do find it faster to post it there and get some reaction than redoing my website. But this I have to do anyway in the next weeks.

Preparing my show in Netphen which is going to start on August 23rd has taken some time too. Changes in my work have caused the question what I was actually going to do (I think I found some answers). This takes time as well as puzzling out what was going to be shown where as I have on rather large room and quite a lot of office space to show smaller items.

So: A kind welcome at the opening on August 23rd and we will meet again at the next blog post.

die Lücke nutzen – Using the Gap

Die Lücke Nutzen – Using the Gap

 

Es gibt eine Art Rhythmus in der Art wie ich arbeite. Er bringt mich dazu, immer wieder nach einer gewissen Zeit zu prinzipiellen Fragen und Strukturen zurück zu kommen. Oft gibt es eine Art Lücke in der Spannung, wenn ich ein Projekt abgeschlossen habe und das nächste noch etwas Zeit hat. Dann finde ich mich oft in der Situation wieder, dass ich mit Linien, Formen, Strukturen und Farben herumspiele. Dann stoße ich aber auch immer wieder auf grundlegende Fragen und ich versuche, sie zu beantworten, indem ich mich auf meine Werkzeuge und Methoden zurück beziehe. Dies hilft mir oft, Neues zu entdecken und mich auf Wichtiges zu konzentrieren.

 

 

There is some sort of rhythm in the way I work. It makes me come back to basic structures and questions after a while. Often when there is a gap between one project finished and the next one being a bit away. Then I find myself in the situation where I play around with lines, forms structure or colour. I am getting back to basic  questions and try to answer them by reasserting what my basic tools and principles are. This helps in finding new ways and in concentrating on essential points.

 

 

Einfache Strukturen schaffen Volumen und Raum – Simple structures evoke volume and space

Ein Sperrholzrest lädt ein, es mit Strukturen zu überziehen. – Some plywood leftover invites for covering it with structure

Fläche oder Tiefenraum? Was sagt das Auge und das Gehirn? – Flatness or depth? What do eye and brains do with it?

 

 

2018 Jahresbeginn – Getting started

Januar

Die dunkleren Tage werden weniger, heute kommt sogar mal ein wenig mehr die Sonne heraus. Es wurde Zeit: Es waren seit 1951 die dunkelsten Wintermonate Dezember und Januar, sagen die Meteorologen und gefühlt haben sie auf jeden Fall Recht.

 

Die Ausstellung in der Hagenring-Galerie, auf die ich mich einige Monate vorbereitet hatte, geht nächstes Wochenende zu Ende. Es war eine gute Gelegenheit, zahlreiche Leute zu treffen und Feedback zu meinen Arbeiten bekommen. Danke an die Kolleginnen und Kollegen dort. Wir sind seit Jahren in Kontakt und ich freue mich immer über den Erfahrungsaustausch.

Kürzlich hatte ich die Gelegenheit, die Arbeiten von James Rosenquist in Köln zu sehen, einer meiner großen Helden seit Uni-Zeiten. Ich hätte nie geglaubt, wie viele von den sehr großen Arbeiten sie dort präsentieren konnten und war wriklich überwältigt. Herzliche Glückwünsche an die Sammlung Ludwig“!

 

 

 

Die nächsten Stationen im Zeitplan kündigen sich an: In einigen Wochen habe ich eine kleine Ausstellung mit Rike Stausberg aus Gummersbach geplant. Ich liebe ihre Arbeiten, in denen mein Kopf immer sofort spazieren geht, so anregend sind ihre Bilderfindungen.

Die Anmeldefrist für den 20sten KunstSommer in Siegen rückt näher, auch für die Ausstellungsteilnahme beim BBK und bei der ASK. Nun hoffe ich, dass ich das passende Material zum Einreichen habe, das ihre Rahmenbedingungen trifft. Bitte Daumen drücken! 😉

 

 

January

The darker days become fewer and today the sky shows some blue patches and lets beams of sunlight come through then and again. It must have been the darkest winter since 1951 for the months of December and January and I feel quite sure they are right.

The exhibition at the Hagenring Gallery I have been preparing for for some months is coming to an end next week. It was a good occasion to meet a lot of people and get feedback on my work, thanks to the colleagues over there. We have been in contact for years and I always enjoy the exchange of experiences with them.
Recently I had the chance to see the works of James Rosenquist in Cologne, one of my all time heroes since university days. I had no idea how many of his large works they were able to present and it was really overwhelming. Congratulations to the “Sammlung Ludwig” museum.

Next stops are coming up on the timeline: Together with Rike Stausberg from Gummersbach I have planned a small exhibition in a few weeks to which I am looking forward to. I love her work for all those small inventions that cover her papers and canvasses and let me immerge into a magical world.

The deadline to participate in the Siegen “KunstSommer 2018” line of exhibitions is getting nearer. Another deadline for participation with the BBK and one for the May exhibition of the ASK are coming nearer and I will have to see if I get proper material for their headlines. Keep your fingers crossed!

 

Feed your head!

Der berühmte Ausruf von Grace Slick (Jefferson Airplane) in „White Rabbit“ hat sich bei mir festgesetzt, auch wenn ich ihn nicht so verstehen würde, wie er ursprünglich gemeint war ;-).

Hat Kunst nicht damit zu tun, dass man dem Auge und dem Gehirn etwas anbietet, was die beiden beschäftigt?

Bei der Vorbereitung der Inhalte für die neue Website habe ich mir zahlreiche Bilder von älteren Arbeiten angeschaut. Als ich so darüber nachdachte, kam mir der Gedanke, dass dies eine gute Verbindung zwischen den unterschiedlichen Arbeiten darstellt, die ich die vergangenen 25 Jahre angefertigt habe. Bereits in den Jahren, bevor ich mit mehrteiligen Bilden gearbeitet habe, als ich mit Malerei über Reliefzeichnungen experimentierte, ging es im Kern un die Interaktion verschiedener Ebenen von Sehen und Erkennen. Aber irgendwie war das Verfahren sehr langsam und wenig effektiv, wenn es darum ging, Versuche aus ganzen Gruppen und Serien von Arbeiten zu machen.

Als ich merkte, dass ich per Zufall das erste mehrteilige Bild erstellt hatte, änderten sich die Dinge: Die Teile ergaben einen durchgehenden Bildraum und überbrückten die Lücke zwischen den Bildtafeln. Wie ging das vor sich? Was waren die Bedingungen, die dafür sorgten, dass das „klappte“? Was mussten die Teile dem Auge und dem Gehirn anbieten, damit im Kopf des Betrachters ein Bildraum entstand? Was musste man der Wahrnehmung dafür anbieten? Diese Frage hat mich in den vergangenen Jahren angetrieben.

 

 

This famous quote from „White Rabbit“ (Grace Slick, Jefferson Airplane) has been following me for years actually. Never with face value ;-), though.

But does not art have to do with giving the mind and the eye something to feed on, to work with, to keep them busy?

Preparing the contents of my new web page I browsed through a lot of pictures of older works again. Thinking it over it came to my mind that this might bridge the different works I have been doing over the past 25 years. Even in the years before I started working with multi panel paintings, when I experimented with painting over relief drawings, the key process was and interaction of different elements, different levels of recognition and perception. Somehow this method was slow and complicated, not very efficient to experiment in groups an series of paintings.

When by chance I found out I had done my first multi panel painting it was different: the parts formed a continuous pictorial space bridging the gaps between the panels. How did that work out? What were the conditions for success? What did the parts have to offer eyes and brain to make up this pace in the minds of the viewer? What did imagination feed on? The question that as followed me for the past years.

Relaunch 2015

Für die Website

Ingo Schultze-Schnabl: Malerei, Zeichnung, Wahrnehmung – Painting, Drawing, Perception

gibt es einen Neustart. Es war ein willkommener Ansatz zum Nachdenken, da die alte Website informativ war, aber doch meinen Bedürfnissen und denen vieler Besucher nicht gerecht wurde. Die neue Version ist weniger ein Katalog, enthält aber hoffentlich mehr Struktur und Information. Durch den Blog ergeben sich auch neue Möglichkeiten für mich zum Arbeiten, zum Sammeln und von Dingen und Gedanken. Ich wünsche allen Besuchern viel Freude und mir konstruktives Feedback.


You will find a relaunch for my website here. The old one being full of information with lots of pictures did not serve actual needs very well  I felt and I guess visitors might have felt alike. It has become less a catalogue now but it provides better structure und information I hope. The blog offers me a new way of working, collecting and reflecting ideas. I hope visitors will enjoy that, too, and I hope for lots of good feedback.