Größe ist wichtig (I.) – Size does matter (I.)

Beim Arbeiten merke ich immer wieder, wie unterschiedlich ich auf die Formate reagiere. Wenn ich eine Zeit lang mit größeren Formaten gearbeitet habe, finde ich es immer wieder schön, als Kontrast dazu zum kleinen Format zu greifen. Es hat etwas Leichtes, Zurückhaltendes, wie ein Sammlerstück, dass man gerne und liebevoll aus der Nähe betrachtet und sich auf seine Entdeckung einlässt. Feine Strukturen und Abstufungen bieten dem Blick ein differenziertes und zartes Seherlebnis, das im Kontrast steht zu der Energie, die in einem großen Bild gespeichert sein kann.#573 Lager, mit Zahnrad (web)

Dann wieder habe ich das Gefühl, dass die kleine Fläche die Pinselbewegung auf der Fläche und die Motorik des Malens zu sehr bremst. Ich ertappe mich dabei, dass die Formen und Bewegungen verkrampft und gestellt wirken, dass kein wirklicher Fluss der Elemente aufkommt. Da hilft dann doch wieder die große Leinwand oder mindestens der große Karton, um wieder lockerer zu arbeiten und die Freiheit zu genießen.

Acryl, Papier / Acrylic, paper

Acryl, Papier / Acrylic, paper

In my work I realize ever again how differently I react to size and proportion of my panels and canvases. After having worked in larger dimensions I enjoy the change to a smaller size. It is so much lighter, unobtrusive, like a collectible you care for and enjoy tenderly. Looking closely you discover its fine and exquisite structures and tones offering the eye a detailed and tender  experience. You discover a counterpoint to the energy loaded squares  of works in larger sizes.

But it will not take long that my eyes and hands tell me, the lines and movements tend to lack energy or elegance and indicate that a more unrestricted and generous movement of the body might promise a different sort of quality in the work. I am always glad to see when this turns out to be the right decision. At least for some time, before the swing takes the other direction again. So here is yet another sort of dialogue in the works proving the mankind is made for change and exploration and not for finding boring perfection.

left: 120 x 168 cm, right 50 x 80 cm, acrylic on canvas

But after a while I get the feeling that the short stretch from one border of the painting to the opposite side slows down the movement of brush and paint.  I catch myself getting out of rhythm and instead of a free and intuitive flow the forms and movements become planned and look artificial. Here size of the large canvas “kicks in” and invites to a journey of freedom into undiscovered spaces.

 

 

 

 

 

Auf dem Weg – On its way

Ein gutes Stück Arbeit für die nächste Einzel-Ausstellung im Oktober 2016 bei Hees Bürowelt ist schon gemacht. Sie wird eine Sequenz von Gemälden zeigen, die auf den Dialog zwischen der Architektur des Gebäudes und der umgebenden Natur reagieren.
Es ist schön, die Gemälde im Atelier um sich zu haben und zu überlegen, welche Reihenfolge am klarsten wirkt und auch auf den unterschiedlich proportionierten Wänden optimal platziert werden kann. Mit letzten Farbtupfern werden die kleineren Triptychen fertig gestellt, die die Sequenz eröffnen werden. Ich habe nun auch eine gute Lösung dafür gefunden, um sie in der intendierten präzisen Ordnung zu halten. Mit den kleinen Arbeiten stellt es oft ein Problem dar, sie so zu zeigen, dass sie nicht nach ein paar Minuten so aussehen, als ob sie einfach „gedankenlos hingehängt“ worden wären und die eigenwilligen Nylonschnüre mit ihnen verfahren können, wie ihnen gerade der Sinn steht.Gesso messen 2 w
Das Auge fängt zwar die kleinen Unterschiede auf und unsere Wahrnehmung macht ein Ganzes aus dem, was sie sieht, aber eine klare Ordnung wirkt halt doch noch am besten.
Als Abschluss der Gruppe stelle ich mir noch links und rechts zwei größere Arbeiten vor, die die Gruppe optisch einrahmen. Hier werde ich wahrscheinlich noch einmal auf meinen alten Werkstoff Holz zurückgreifen, damit die Arbeiten möglichst auch deutlich plastisch auf der Wand wirken. Das gibt sicher die optisch sauberste Lösung. In dieser Größe gibt es keine fertigen Formate, so, wie ich es mir vorstelle, und die Holztafeln hängen schon sauber, so dass der gewünschte Effekt eintritt. Zwischendurch kommen aber auch immer wieder andere Anregungen und die Entscheidungen bleiben im Fluss. Ich bin selbst gespannt, wie die endgültige Lösung aussehen wird.

Aktuell ist dort übrigens die sehr schöne Ausstellung von Günter Hähner zu sehen, einen Hinweis dazu guibt es beim Kunstverein Siegen.

 

 

 

A whole bunch of work has already been done for the next solo exhibition in the space of Hees Bürobedarf Siegen in October 2016. It will show a sequence of paintings responding to the size and sequence of the walls as well as to the dialogue between architecture and surrounding nature.Hees Fenster Ausschnitt w
It feels good to have the paintings around and to see which sort of sequence looks best and will look good on the differently sized walls of the exhibition space. Last touches of paint will finish the group of small triptychs, which will open the sequence of works. I have decided for a way to keep them in a clean arrangement. With those small sized works it is always difficult to present them in a way that they do not look carelessly out of order, dangling this way or that depending on what the nylon strings are up to on that day.
The eye still compensates for this difference and perception forms a complete impression but nevertheless: a precise arrangement works best.
For the completion of the sequence I imagine a pair of larger works framing the group like the larger walls to the left and right of the presentation walls already do. I will go back to my old companions and use wooden panels as I have done in earlier years. With this size intended I do not find readymade canvasses and the wood panels will hang straight enough to have the intended effect. But while working other ideas still keep coming in, so there is a constant flow of thoughts. I am quite excited to see what the presentation will look like finally.

At the moment you can visit Günter Hähner’s exhibition there. More information is to be found at Kunstverein Siegen.

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